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Neuwied-Niederbieber - Infotafel beim
Kastellbad
© Bild:
B. Efinger
Streckenabschnitt
1 - Niederbieber - Rheinbrohl
Landkreis
Neuwied -
NR
Neuwied-Niederbieber-Segendorf-Rodenbach-Wollendorf
Vermutlich stand der nächste Wachtposten [WP
1/30] noch am östlichen Ufer der Wied. Der
hier nicht sichtbare Limes überquerte nun den Fluss
in etwa 400 m Entfernung zur südlichen Hälfte des
Kastells Niederbieber.
Vom Wiedtal zieht der Limes nun mitten durch
Neuwied-Segendorf und dann den steilen Hang zu einem
Höhenrücken empor. Hoch über dem Tal konnte
WP 1/29 von der
Reichslimeskommission aufgrund von Keramikfunden
entdeckt werden.
WP 1/28
lag vielleicht auf dem
Höhenrücken zwischen Neuwied-Segendorf und
Neuwied-Rodenbach an einem breiten Hohlweg, der die
Grenze zwischen den beiden Orten bildet. Hier ändert
der Limes, der aus östlicher Richtung herzieht,
seine Richtung nach Südwesten und behält sie bis zum
WP 1/26 bei.
WP 1/27
wird wiederum nur zwischen den Häusern am westlichen
Ortsende von Neuwied-Rodenbach vermutet. Von hier
zieht der Limes den Hang schräg zum Rand der Höhe
über dem Tal des Buchbaches empor, wo
WP 1/26 ausgegraben
wurde. Dieser Wachtposten besaß einen sechseckigen
Grundriss, der am Limes sonst selten zu beobachten
ist. Mit Seiten von 2,75 m betrug sein Durchmesser
etwa 5,5 m. An dieser Stelle ändert sich die
Richtung des Limes in eine nordwestliche Richtung,
die bis zum WP 1/15 beibehalten wird.
Der Limes verläuft weiter oben am Rand des
Buchbachtals auf den Feldern der Gemarkungen
Rodenbach und Wollendorf, wobei auf jedem Absatz des
nach Nordwesten ansteigenden Geländes ein
Wachtposten stand. WP 1/25
wurde nach-gewiesen, dagegen wird der Standort von
WP 1/24 wiederum nur angenommen.
Beim WP 1/23 In
Eckerts Fichten, von dem Spuren sichtbar sind,
setzen auch oberirdisch sichtbare Spuren der
Limeslinie in einem Waldstück nördlich von
Wollendorf wieder ein. Die Fundamentreste des
Wachtturms 23 sollen freigestellt und eine
Informationstafel aufgestellt werden.
Ebenfalls augenfällig ist der
Schutthügel des WP 1/22
Auf dem Schurbusch, der noch eine Höhe von etwa 1,50
aufweist. Der Turm besaß einst einen quadratischen
Grundriss von 4,0 x 4,0 m, die Stärke der Mauer
betrug etwa 75 cm. WP 1/21
lag am Waldrand nördlich vom Gebranntehof.
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