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Ruffenhofen - Magnetometerplan

© Bildquelle: Raetiafilm:
Das römische Kastell von Ruffenhofen

Magnetometerplan des Kastells Ruffenhofen:
Deutlich zu erkennen sind vier Spitzgräben als Annäherungshindernis

Kastell und Vicus Ruffenhofen

Das Kastell Ruffenhofen liegt etwa 800 m südöstlich des gleichnamigen Ortes auf einer Anhöhe über der Wörnitz. Die Entfernung zum Limes beträgt etwa 2 km. Das überdurchschnittlich große Steinkastell hatte einen fast quadratischen Grundriss von 190 x 197 m und beherbergte vermutlich ca. 1000 Soldaten. Es war mit einer Innenfläche von 3,7 ha eines der größten und wichtigsten Kastelle am Limes. Heute ist oberflächlich nichts mehr davon sichtbar.

Das Haupttor war in Richtung Nordosten zum Hesselberg ausgerichtet. Detaillierte Daten zur römischen Siedlungsgeschichte sind bisher unbekannt. Das Kastell mit der Zivilsiedlung wurde sicher im 2. und 3. Jh. n. Chr. genutzt und wahrscheinlich um 260 n. Chr. zerstört.

Blickkontakt bestand zu den Türmen WP 13/8 und WP 13/25 sowie zum Kastell Dambach über einen vermuteten Signalturm am Hesselberg.

Von internationalem Interesse ist das Truppenlager vor allem, weil es als eines der wenigen Kastelle nie überbaut wurde. Über 30 ha Fläche wurden vom Zweckverband Römerkastell Ruffenhofen angekauft, um die Ackerflächen der landwirtschaftlichen Nutzung zu entziehen und die römischen Denkmäler für die Zukunft zu erhalten. Ab Frühjahr 2003 wird die Fläche schrittweise als Römerpark Ruffenhofen im Zusammenhang mit der Entwicklung einer archäologischen Entdeckungsmeile entlang des Limes in mehreren Phasen touristisch erschlossen.

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