Ein von Wissenschaftlern des bayerischen Landesamts
für Denkmalpflege entwickelter neuartiger
Cäsium-Magnetometer hat es ermöglicht, die Umrisse und
baulichen Details des Kastells ganz ohne Grabungen zu
rekonstruieren. Die Ausmaße des antiken Heerlagers
sind beeindruckend. Rund tausend römische Soldaten
taten hier ihren Dienst. Allein die Innenfläche des
mit Türmen, Steinmauern und Wallgräben bewehrten
Kastells misst zweihundert auf zweihundert Meter. Die
an das Militärlager anschließende Zivilsiedlung hatte
eine öffentliche Badeanlage, ein Handwerkerquartier
und einen Friedhof.
Mit dem
Römerkastell Ruffenhofen
kann die
Region Hesselberg, da sind sich die Experten einig, ein
kulturell und wissenschaftlich hochkarätiges
Bodendenkmal von weit überregionaler Bedeutung
aufweisen. Seit der Entdeckung des Kastells bemüht man
sich in der Region aktiv um die Sicherung der antiken
Fundstätte und entwickelt Pläne zur landschaftlichen
Gestaltung des Areals, mit der die archäologische
Sensation auch für Besucher erfahrbar gemacht werden
soll.