Welzheim: 25b | 26 | 27

   
 
80 km Limesfaszination: Walldürn - Welzheim


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Hauptvermessungspunkt WP 9-116

© Bild: B. Efinger

Hauptvermessungspunkt WP 9/116

Am südlichen Ende des 80 km langen geraden Limesabschnittes angekommen, stellt sich wie von selbst die Frage aller Fragen: "Wie gelang den Römern die technische Meisterleistung dieser schnurgeraden Strecke - ohne Rücksicht auf das Gelände - mit den ihnen damals zur Verfügung stehenden Mitteln?"

Unser Begleiter Lucius Licinius versucht eine Antwort zu geben:

"Auch ich bin auf Vermutungen angewiesen, weil ich als Zenturio der VIII. Legion nicht mit dem Bau des Limes befasst war. Dies, wie auch die Überwachung der Grenzanlagen, war Aufgabe der Auxiliareinheiten, auch Hilfstruppen genannt.

Vermutlich wurden, um diese Genauigkeit zu erreichen, ausgehend von festgelegten Endpunkten, den so genannten Hauptvermessungspunkten erster Ordnung, Zwischenpunkte in die Verbindungslinie eingefügt [Messpunkte zweiter Ordnung]. Man konnte wahrscheinlich kaum anders vorgehen, weil gut die Hälfte der Strecke bewaldet war und teilweise in unbegehbarem Gelände lag.

Wahrscheinlich wurden zuerst die vorläufigen Endpunkte des Streckenabschnittes festgelegt. Dies war der Wachtposten 9/116 bei Kaisersbach - siehe Bild oben - und der erste Turm des Streckenabschnittes 8 WP 8/1 - siehe Bild unten. Diese Türme weisen eine ungewöhnliche Größe auf und waren wohl auch höher als ein normaler Wachtturm."

Hauptvermessungspunkt WP 8/1 beim Kastell Hönehaus

© Bild: B. Efinger

Hauptvermessungspunkt WP 8/1
 

 


 

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