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Bild: Therme Weißenburg/B. Efinger
Therme Weißenburg - Modell der Thermenanlage
1977
wurden die Grundmauern der großen römische
Thermenanlage - unweit des Kastells - bei
Baggerarbeiten für den Bau einer Reihenhaussiedlung
entdeckt. Sofort nach der Entdeckung leitete das
Bayerische Landesamt für Denkmalpflege eine
Sicherungsgrabung ein. Diese dauerte vom Frühjahr bis
zum Herbst des Jahres 1977, wobei das Gebäude
vollständig freigelegt wurde.
Weil
die Architekturreste ausgezeichnet erhalten waren -
Fundamente und Mauerwerk hatten sich bis zu einer Höhe
von 2,5 m erhalten - beschlossen die zuständigen
Stellen, diesen außergewöhnlichen Fund der Nachwelt
als archäologisches Denkmal zu erhalten. Ein Notdach
schützte bis zur Fertigstellung des Schutzgebäudes in
den Jahren 1978 und 1979 die empfindliche Bausubstanz.
Unter dem Schutz dieser Dachkonstruktion konnte die
Restaurierung und Konservierung der Thermenanlage
erfolgen, wobei das Hauptanliegen darin bestand, die
Reste möglichst originalgetreu zu erhalten. Nur an
solchen Stellen wurden Rekonstruktionen vorgenommen,
wo konservatorische Notwendigkeit dies erforderlich
machte oder dies wegen des besseren optischen
Raumeindrucks wünschenswert schien.
Zwischen 1981 und 1983 wurden die schwierigen Arbeiten
von einer Restauratorengruppe aus Ungarn durchgeführt,
wobei sowohl herkömmliche Methoden als auch moderne
Techniken und Hilfsmittel zum Einsatz kamen. 1985
konnte die Ausstattung mit einem Modell [siehe oben]
und Erläuterungen abgeschlossen werden. Heute wird die
größte antike Thermenanlage, die wahrscheinlich als
Zivilbad von Militär errichtet wurde, als Museum
genutzt.
Die
baugeschichtliche Entwicklung des Bades lässt sich in
drei Hauptphasen gliedern:
Phase 1 - ca. 90 n. Chr. - mit Umbau
Phase 2 - ca. 130 n. Chr.
Phase 3 - ca. 180 n. Chr. - völliger Neuaufbau nach
den
Markomannenkriegen

Rekonstruktionszeichnung der Bauphase IIIb um 220 n.
Chr.
Das
endgültige Ende erlebte die Thermenanlage in den
Alamanneneinfällen zu Anfang der dreißiger Jahre des
dritten Jahrhunderts n. Chr., als auch das Kastell
schwer beschädigt wurde.
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