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Bild: B. Efinger
Kastell Biriciana - Weißenburg - rekonstruiertes
Nordtor
Das römische
Kastell Biriciana wurde ca. 90 n. Chr. aus Holz
errichtet und gegen 130 n. Chr. durch Steinbauten
ersetzt. Es war das wichtigste militärische Lager zwischen den
Altmühlübergängen von Gunzenhausen und Kipfenberg.
Das
3,1 Hektar große Kastell mit einem annähernd
quadratischen Grundriss von 174/176 mal 179 Metern
liegt etwa sechs Kilometer südlich des rätischen Limes
auf einem Geländevorsprung über dem Tal der
Schwäbischen Rezat und dem Tal des Brühlbachs. Die
Lagerbesatzung war eine Ala quingenaria, die Ala I
Hispanorum Auriana.
Dieses Kastell
machte, wenn man von Norden kam, mit den Tortürmen,
der 3,5 m breiten Durchfahrt und einer Zone der
Verteidigung zwischen der Mauer des Kastells und dem
äußeren Rand des Grabens von 32 m nicht nur auf
anrückende Feinde einen imposanten Eindruck.
Umgeben war das
Kastell war von einer Steinmauer mit vier Toren, acht
Tortürmen, vier Ecktürmen und acht Zwischentürmen
sowie einem Doppelspitzgraben. Im Mittelpunkt - wie
bei jedem Lager bzw. Kastell - lagen die Kommandantur
[principia], daneben das Haus des Kommandanten,
praetoria genannt, vielleicht ein Lazarett [valetudinarium],
Werkstätten oder Magazinbauten.
Auch ein
Getreidespeicher [horreum]
war im Kastell vorhanden.
Die Stallungen und Baracken der Mannschaft waren
Fachwerkbauten. Das Ende für das Kastell, das 233 n. Chr.
schon schwer beschädigt wurde, dürfte in den Jahren 253/54
n. Chr. erfolgt sein. Der Fund von Münzen deutet
darauf hin.
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