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Bild:
B. Efinger
Weiheinschrift für
Fortuna
1896 wurde dieser
Altar aus rotem Sandstein im
Badegebäude geborgen. Wie
die heutige Kopie stand er ursprünglich in der Mitte
des Umkleideraumes.
DEA(E)
FORTUNA(E)
SANCTAE BALINE(UM)
VETUSTATE CONLABSUM EXPL(ORATORES)
STU ... ET BRIT(TONES)
GENTILES (ET)
OFFICIALES
BRIT(TONUM) DEDITIC(IORUM)
ALEXANDRIANORUM DE SUO
RESTITUERUNT CURA(M) AGENTE T(ITO)
FL(AVIO)
ROMANO CE(NTURIONE)
LEG(IONIS)
XXII PR(IMIGENIAE)
P(IAE)
F(IDELIS) (I)D(IBUS)
AUG(USTIS)
LUPO ET MAXIMO
CO(N)S(ULIBUS)
Zu
Ehren der Göttin Fortuna, der heiligen, haben das
Badegebäude, das aus Altersschwäche eingestürzt war,
die
Exploratores
Stu... und die Brittones Gentiles und die
Unteroffiziere der Brittones Dediticiorom
Alexandrianorum aus eigenen Mitteln wieder aufgebaut,
unter der Leitung des Titus Flavius Romanus, Centurio
der 22. Legion Primigenia (aus Mainz), der frommen und
treuen, an den Iden des August, als Lupus und Maximus
(in Rom) Konsuln waren (13. August 232 n. Chr.).
Exploratores waren leichtbewaffnete, häufig berittene
Soldaten, welche in gebirgigen oder dichtbewaldeten
Gegenden bevorzugt als Kundschafter eingesetzt wurden.
Oft finden wir sie - wie hier in Walldürn - zusammen
an einem Ort mit einer weiteren Truppe.
Aus dem Odenwaldbereich sind uns mehrere römische
Militäreinheiten bekannt, die den Namen "Brittones"
führten. Von unterworfenen Völkerschaften verlangten
die Römer oft die Stellung von jungen Männern für den
Heeresdienst.
Selbstverständlich
existierte auch in Walldürn eine
römische Ansiedlung [Vicus]
rings um das Kastell. Hier gab es kleinere
Handwerksbetriebe, Geschäfte und Kneipen, außerdem
wohnten hier die Familien der Soldaten.
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