Hönehaus 7 | Walldürn 1 | 2

   
 
Obergermanischer Limes - Von Walldürn bis zum Main


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Kastell Walldürn

Rekonstruktion eines Limeskastells,
wie es auch in Walldürn in der Zeit zwischen 160 und 260
n. Chr. bestand. Die Innenbauten sind jedoch nicht nachgewiesen.

Mit Erreichen des Wachtpostens 7/46 endet der schnurgerade 80 km lange Streckenabschnitt Welzheim-Walldürn.

Der ehemalige römische Grenzwall ändert hier seinen Verlauf auf ca. 3 km Länge in nordöstlicher Richtung. Im weiteren Knickpunkt des Limes nach Norden - Entfernung ca. 300 m zum Limes - befand sich ein Kastell auf flacher Höhe über dem Marsbach in der Flur "Alteburg" mit weitem Blick über die hügelige Landschaft.

Von WP 7/46 bis zum Kastell bzw. Bad sind weder Limes noch Wachttürme erhalten. Das ehemalige Kastellgelände ist nicht überbaut und dient als  archäologisches Reservat. Flache Bodenwellen im Gelände veranschaulichen die Lage der Umfassungsmauer.

Das 8000 qm [85 m x 96 m] große Steinkastell war schon seit dem 18. Jh. bekannt. 1896/97 wurde es von W. Conrady im Auftrag der Reichslimeskommission teilweise untersucht. Eine vollständige Untersuchung steht jedoch noch aus.

Die Anlage hatte den typischen Grundriss römischer Limeskastelle. Die 2,5 m starke Umfassungsmauer besaß vier Tore, wobei nur an der südöstlich gelegenen Tordurchfahrt ein Wehrturm nachgewiesen wurde. Zwei umlaufende Spitzgräben von 5 m bzw. 6 m Breite boten zusätzlichen Schutz.

Hier im Kastell dürften etwa 200-300 Soldaten ihren Dienst verrichtet haben. Auf der im Badegebäude gefundenen Weihenschrift werden sie als "Exploratores" [Kundschafter] bezeichnet. Gleichzeitig ist jedoch auch von "Brittones" [Briten] die Rede.
 


 

 


 

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