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Planungen und Vorhaben am Limes - Teil 3 - Rheinland-Pfalz
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Pohl:
Das Land Rheinland-Pfalz will mit der Rekonstruktion des Kastells in Pohl seinen Beitrag zum UNESCO-Kulturerbe leisten. Zur Realisierung eines Limesparks/Limes-Informationszentrums mit dem wieder aufgebauten Kleinkastell wurden Grundstücksfragen geregelt, Nutzungskonzepte angefertigt und Pläne erstellt.
Die Verbandsgemeinde Nassau war zusammen mit der Ortsgemeinde Pohl nicht untätig. Bürgermeister Udo Rau stellte gemeinsam mit Planer Professor Mathias Uhle und Ortsbürgermeister Wolfgang Crecelius den Plan für einen Limespark in Pohl vor. In diesem Park soll eine authentische Darstellung einer Wehranlage und das Leben der Soldaten zu damaliger Zeit rekonstruiert werden. Rau möchte diese Anlage am liebsten „Porta Nassovica“ nennen. Das Landesamt für Denkmalpflege, vertreten durch Dr. Rolf Wegener und Dr. Cliff Jost, beide anerkannte Limes-Experten, stimmte dem bereits zu. Die von Rau und Uhle vorgestellte Konzeption hat etwas Bestechendes. Denn sie wird nicht nur die interessierten Menschen in die Zeit damals zurückversetzen, sondern soll auch kommerziell tragfähig sein. Geplant ist so ein multifunktionaler Kiosk und ein Kreisel an der Bäderstraße. Durch die starke Frequentierung der Bäderstraße erhoffen sich alle Verantwortlichen auch einen guten Besuch des Limesparks. Wie Rau weiter mitteilte, werden zur Zeit von einer Schule das Modell für die Anlage gefertigt. Es soll im Juni bereits vorliegen. Ortsbürgermeister Wolfgang Crecelius von Pohl sieht in dem Limespark eine gewaltige Chance für den gesamten Taunus und natürlich auch die Verbindung zum Kleinkastell in Holzhausen. Udo Rau wiederum möchte bei der weiteren Arbeit auch die Verbandsgemeinden Nastätten und Katzenelnbogen mit an Bord wissen. Landrat Günter Kern wiederum bemüht sich derzeit um einen Termin von vier beteiligten Ministerien, um die Finanzierung festzuklopfen. Beim Gespräch im Kreishaus waren außerdem Vertreter der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, der Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft, der Verbandsgemeindeverwaltung Nassau und der Mittelrheinischen Treuhand Koblenz dabei. Landrat Günter Kern machte abschließend deutlich, dass eine zentrale Bedeutung auch dem Limes-Wanderweg zukomme. Der Rheinsteig erfreue sich schon jetzt, vier Monate vor seiner offiziellen Eröffnung, regen Interesses und werde bereits erwandert. Der Kreis denke natürlich über eine Vernetzung zwischen Rheinsteig und Limes-Wanderweg nach. Professor Uhle mahnte an, das Projekt Limes unbedingt regional zu betrachten und gemeinsam vorzugehen. Und darin waren sich alle Teilnehmer der Limes-Arbeitsgruppe einig.
Limes im Rhein-Lahn-Kreis aktuell
Stand: August 2004
Landrat Günter Kern hat für den Rhein-Lahn-Kreis die Initiative ergriffen, den Limes in seinem Verlauf von 30 Kilometern (das ist der größte Abschnitt des Limes in Rheinland-Pfalz) „sichtbar“ zu machen.
In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Kaiserslautern soll ein Projekt in Angriff genommen werden, an dessen Ziel der Limes für Jedermann optisch begreifbar wird. Mit in die Landschaft passenden Hinweistafeln, Holzpflöcken und Wegmarkierungen soll der Limes wieder sichtbar werden.
Rheinbrohl - Caput limitis
Limeszentrum "Caput Limitis" nimmt konkrete Formen an:
Mit finanzieller Unterstützung durch das Land Rheinland-Pfalz soll in Rheinbrohl das Limeszentrum entstehen. ... Die Planentwürfe sehen vor, im Bereich des Arienheller Sprudels direkt an der Ausfahrt der Umgehungsstraße B42 das Zentrum zu errichten. Das Zentrum soll neben den musealen Bereichen eine Touristen-Information enthalten. Im musealen Bereich werden Besucher u.a. mittels eines Counters über elektronische Medien alle gewünschten Informationen zum Limes und den Römern am Rhein finden.
Ein Principia-Gebäude im Zentrum des archäologischen Limesparks ist ohne Vorhalle geplant. Von dieser werden nur die Fundamente zu sehen sein.
Weitere Informationen: http://www.rosbach-datentechnik.de/rosbach.info/cms/front_content.php?idcat=37