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Rätischer Limes: Dambach - Dennenlohe/Unterschwaningen


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Kastellgelände mit Infotafel

© Bild: B. Efinger

Das Kastell bei Unterschwaningen - Gelände mit Infotafel

Das Kastell bei Unterschwaningen, das jetzt völlig verschwunden ist, wurde erst 1929 etwa 1 km südlich des Ortes entdeckt und teilweise ausgegraben. Vermutlich wurde es bereits um 90 n. Chr. in den letzten Regierungsjahren Kaiser Domitians erbaut. Errichtet wurde es in Holz-Erde-Bauweise, d.h. die Gebäude bestanden aus Holz, die Kastellumwehrung aus Holz und Erde.

Mit einer Grundfläche von 80 x 85 m [0,7 ha] handelt es sich um ein kleines Kastell, das nur über zwei Tore - wie das Kastell Ellingen - verfügte. Es wurde bereits um die Mitte des 2. Jh. n. Chr. geräumt; vermutlich wurden die Soldaten nach Dambach und damit näher an den Limes verlegt. Die Besatzung, wahrscheinlich eine Numerus-Einheit, die vermutlich der Kohorte in Gnotzheim unterstellt war, ist nicht bekannt.

Römische Steinbauten im Bereich des Kastells deuten darauf hin, dass der Platz des früheren Kastells weiterhin genutzt wurde. Es dürfte sich um eine Villa rustica, einen von vielen römischen Bauernhöfen im Hinterland des Limes, handeln, die der Versorgung der Truppen dienten.

Zu finden ist das Kastellgelände etwa 1 km südlich von Unterschwaningen an einem verbindenden Flurbereinigungsweg zwischen den Landstraßen nach Altentrüdingen und Obermögersheim.

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