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Bildquelle: Limesmuseum Aalen/B. Efinger
Ziegel:
Fundort Schwäbisch Gmünd - Schirenhof
Der
nächste Raumabschnitt widmet sich der
Gesamtsituation
der Kastelldörfer:
Dazu
bietet die Schautafel folgende Informationen:
Kastelldörfer
als Keimzellen ziviler Entwicklung
"Zu
jedem selbständigen römischen Heeresverband
gehörte eine Gruppe von Marketendern, die den
Soldaten als Händler, Handwerker, Schankwirte,
Gaukler, Tänzerinnen und Dirnen ihre Dienste
anboten. Dieser Personenkreis, Männer, Frauen
und Kinder, lebte von und mit seiner Truppe und begleitete
sie auf Feldzügen.
Mit
der Einrichtung von festen Standlagern wurden auch
diese Leute sesshaft. Es entstanden entlang der Ausfallstraßen
der Militärlager Kastelldörfer (vici) mit
einem vielfältigen Angebot an Dienstleistungen.
Mit
der zunehmenden zivilen Aufsiedlung der Grenzprovinzen
wurden diese Dörfer zu Verwaltungs- und Wirtschaftszentren
für ihr Umland. Auch nach der Verlegung der Truppen
an den Limes konnten sich zahlreiche Kastelldörfer
als nunmehr zivile Straßensiedlungen weiterentwickeln.
Einige wenige erreichten später sogar städtische
Ausmaße und wurden zum Hauptort ihres Verwaltungsbezirks."
Die
Karte daneben zeigt die Herkunft der durch Inschriften
belegten Fremden im nördlichen Rätien und
im rechtsrheinischen Obergermanien. Dazu gibt es weitere
Informationen zu Soldaten und ihren Marketendern sowie
zur Fragestellung: "Wer wohnte am Limes - Römer,
Kelten oder Germanen?" Zwei Texte des römischen
Schriftstellers Tacitus ergänzen die Informationen.
Zur
weiteren virtuellen Tour durch den Themenabschnitt
Kastelldörfer klicken Sie bitte auf die Ziegel
des obigen Bildes!
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