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Rätischer Limes: Schwäbisch Gmünd


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Schirenhof bei Schwäbisch Gmünd

© Bild: B. Efinger

Der Schirenhof bei Schwäbisch Gmünd. In seinem Bereich
lag die Nordwestecke des Kastells, das heute als
Grabungsschutzgebiet ausgewiesen ist.

Der Schuttwall der rätischen Mauer ist am östlichen Hang des Rotenbachtales vorzüglich erhalten und auf einem Wanderweg bis zum Heusteig kurz unterhalb des Wustenrieter Plateaus, dessen südliche Spitze den Namen "Pfahl" trägt, begehbar. Auf der Höhe und im Ackerland sind ansonsten alle Spuren verschwunden.

Erst am Schießtal nordöstlich von Schwäbisch Gmünd treten erwähnenswerte Limesspuren auf. Wenn man sich von der Stadt etwa zwei km an der Südostseite talaufwärts begibt, erreicht man an der Straße einen Hinweisstein. Ungefähr 9 m hinter der Mauer, deren Reste hier im Wald sichtbar den Südosthang hinaufziehen, liegt auf der Höhe die Feldwache WP 12/33 Hintere Orthalde. Das rechteckige Bauwerk, von dem im Wald ein flaches, verschliffenes Mauerviereck sichtbar ist, maß 14,75 x 15,15 m. Gleich dahinter hört die sichtbare Strecke der ehemaligen rätischen Mauer auf.

Der Limes zog nun auf der Hochfläche südlich an Herlikofen vorbei, wo sich kaum noch Reste abheben. Einige kurze und flache Stücke sind am westlichen Hang des Taleinschnitts am Airlighofer Bach erkennbar, ebenso südlich von Iggingen auf der Zimmerhalde.

Jetzt nähert sich die nicht mehr sichtbare Grenzlinie dem Remstal und erreicht ca. 1,5 km westlich von Böbingen den Fluss. Hier änderte der Limes seine Richtung und zog den Nordhang des Tales wieder hoch. Erst auf der Höhe werden wieder Spuren der einstigen Mauer sichtbar. Auf dem Schuttwall führt ein Feldweg entlang, der an der höchsten Stelle der Hochfläche den Hügel des WP 12/41 Roter Sturz übersteigt.

Von hier aus hat man einen vorzüglichen Blick auf die Reste des Kastells Böbingen [nächste Seite] unten im Tal der Rems. Bis zur Straße Schönhardt-Böbingen bleibt der Limes sichtbar.

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