Rundwanderweg 10 | Schirenhof 1 | 2

   
 
Rätischer Limes: Schwäbisch Gmünd


Der Limes

Limesanlagen

Limestour

Römer

Weltkulturerbe

Internationale
Römertage
Aalen

Kaiser Trajan

 


Kastellbad Schirenhof

© Bild: B. Efinger

Kastellbad Schirenhof - Schwäbisch Gmünd

Das Bad am Schirenhof wurde mit dem Kastell um die Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. erbaut. Der älteste Kernbau besteht aus regelmäßig gesetzten Handquadern des örtlichen rötlichgrauen Stubensandsteins. Im Laufe des 2. Jahrhunderts wurde das Gebäude - jetzt unter Verwendung von gelbgrünem Schilfsandstein - immer wieder erneuert und erweitert.

Um 200 n. Chr. erreichte es die hier gezeigte Raumgliederung und Größe [Länge mit Anbauten etwa 50 m, Breite 25 m]. Nach 233 n. Chr. ist eine Verkleinerung und Rückführung auf die wichtigsten Funktionen zu beobachten, ehe das Bad nach 248 n. Chr. aufgegeben wurde.

Erste Ausgrabungen fanden im Jahr 1893 durch die Reichslimeskommission statt. In den Jahren 1972/1974 erfolgte eine weitere Untersuchung im Auftrag des Landesdenkmalamtes [H. U. Nuber]. 1975 hat die Stadt Schwäbisch Gmünd das Bad wiederhergestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, 1999 wurde es von Grund auf renoviert.

Das römische Kastellbad Schirenhof war in 120 m Entfernung vom Lager der ersten Räterkohorte auf direktem Weg über das linke Seitentor des Kastells erreichbar. Der Haupteingang lag im Nordosten, im Bereich der hölzernen Vorhalle [basilica], welche Versammlungs-, Kult- und sportlichen Zwecken diente.

Wie die tiefe Lage des Bades am Schirenhof deutlich macht, wurde das Frischwasser am Hang oberhalb gegen Straßdorf zu gefasst. Dem natürlichen Druck folgend strömte es in hochgelegene Sammel- und Klärbehälter, von wo es im Gebäude durch Rohrleitungen verteilt wurde. Das im Verlauf der Mehrfach-Nutzung immer stärker belastete Brauchwasser diente zuletzt der Wasserspülung in der zutiefst gelegenen Latrine, ehe es dem Deutenbach zufloss.

Links:

 


Zur Homepage   Zur vorherigen Seite  

Zur nächsten Seite