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© Bild:
B. Efinger
Seligenstadt - Rathaus
Standort des einstigen Kastells im
Bereich von Rathaus und Marktplatz
Die nasse
Grenze - die ältere Mainlinie
Seligenstadt - Kohortenkastell mit Bad
Die Besatzung des
3,1 ha großen Kastells bestand aus einer Kohorte [500
Mann] römischer Bürger [Cohors I civium Romanorum],
wie der Kohortenstein in der Basilika ausweist, dessen
Anhängsel CIV für "Bürger" steht.
Vor den Toren der
Befestigung stand ein Bad, das von einem Bach gespeist
wurde. Dies war in der Zeit von 87 - 249 n. Chr.
Dann schlugen die
Alemannen die Eindringlinge über den Main zurück. Ein
Gedenkstein des Centurio Lucius Cellius von der 22.
Legion, der Göttin Diana gewidmet, ist uns aus dem
Jahre 253 überliefert. Folglich müssten die Römer noch
einmal an den Main vorgestoßen sein, ehe sie um 260
endgültig vertrieben wurden.
Der
römische Abwasserkanal
In der Mitte vor dem
Palatium, dem Schlossbau Friedrichs I. Barbarossa,
befindet sich der Ausläufer eines römischen
Abwasserkanals aus dem 2./3. Jh. Er ist als einfache,
mit Lehm ausgekleidete Rinne ausgeführt und bildet den
letzten Abschnitt eines Entsorgungsstranges des
Kastells, der an mehreren Stellen auch im
Innenstadtbereich beobachtet werden konnte. Weitere
Überreste römischer Bauten waren nicht feststellbar,
aber es muss weiteren Untersuchungen vorbehalten
bleiben, ob die Ostgrenze des Kastells noch im
Stadtbereich liegt oder durch den Main fortgeschwemmt
worden ist.
2007 wird das
Landschaftsmuseum
Seligenstadt eine Dauerausstellung zum Thema
Römisches Seligenstadt einrichten. Die Eröffnung ist
für September 2007 zusammen mit der Aktion
„Römerschiff am Mainlimes" geplant.
Sehenswürdigkeiten - Diaschau
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