Kapersburg 8 | Saalburg | 2

   
 
Obergermanischer Limes - Butzbach - Kapersburg


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Limesstrecke WP 4/2 - Saalburg

© Bildquelle: Die Römer in Hessen", 1989,
D. Baatz & F.-R. Herrmann

Limesstrecke WP 4/2 - Saalburg

Streckenabschnitt 4/3 - Kapersburg - Saalburg

Hochtaunusstrecke - Hochtaunuskreis 

Um es vorwegzunehmen: Am Ende dieses kurzen Streckenabschnittes erwartet Sie das weltweit einzig rekonstruierte Römerkastell mit Museum, das mit einem umfangreichen Programm zur Museumspädagogik und einem breit gefächerten Angebot an Veranstaltungen aufwartet.

Im Osten der Strecke beginnt der Pfahlgraben dann zum Hauptkamm des Taunus emporzusteigen. Er durchquert das tief eingeschnittene Emsbachtal und klettert zum Nordhang des Feldbergs hoch. Hier erreicht der Limes bei der Turmstelle 3/49* mit über 800 m seine größte Höhe in Deutschland. Ab dem Wachtposten 3/50 folgt der Limes ungefähr dem Taunuskamm. Er schließt den Saalburgpass ein und überquert das Erlenbachtal bei der Lochmühle.

Weil die Bergwälder für die Landwirtschaft ungeeignet waren, ist die einstige römische Grenze auf weiten Teilen der Strecke noch vorhanden. An manchen Stellen besitzt sie fast noch ihr altes Profil.

Sichtbar sind das Kohortenkastell Saalburg und das Numeruskastell am Feldberg sowie vier Kleinkastelle, genauso wie die meisten Wachtposten. Deshalb spielte die Taunusstrecke bei der Erforschung des Limes stets eine besondere Rolle. Als die besterhaltene Limesstrecke des gesamten obergermanischen Limes ist sie ein attraktives Wanderziel. Auf der ganzen Länge von 19,5 km ist sie durch den Wanderweg des Taunusklubs bezeichnet. Der Besuch der Saalburg und des Numeruskastells am Feldberg sind besonders empfehlenswert.

Die Strecke im Hochtaunus gehört wie ihre Nachbarstrecken zu den ältesten Limeslinien Hessens. Sie geht auf den Chattenkrieg Kaiser Domitians [83-85 n. Chr.] zurück. Damals hatte sie die Aufgabe, die Vormarschstraße des römischen Heeres in der Ebene vor dem Taunus von der Flanke her zu sichern. Später schützte sie die zahlreichen Landgüter und die Dörfer [vici] der civitas Taunen-sium, deren Hauptstadt Nida [heute Frankfurt a. M.-Römerstadt] war.


 

 


 

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