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Bild: B. Efinger
Das
Kastelldorf - ein luxuriöses Wohngebäude
Innerhalb des römischen
Lagerdorfes von Buch fallen zwei größere Steingebäude
auf, die vom Bautypus einfacher Wohnhäuser abweichen.
Das
größere Gebäude - siehe Bild oben -
liegt in einer leichten Geländemulde. Seine Ausmaße
konnten Ende der 70er Jahre während der
archäologischen Ausgrabung vollständig erfasst werden.
Einige Befunde sprechen dafür, dass sich an dieser
Stelle ursprünglich ältere Holzgebäude befanden.
Das lang gestreckte
Steinhaus liegt quer zum Hang, so dass die zum Tal hin
orientierte Mauer gleichzeitig auch Stützfunktion
hatte. Es ist 38 m lang und mit seiner zentralen
Erweiterung nach Westen 15 m breit. Sein
langrechteckiger Grundriss wird lediglich an der
Nordseite durch einen kleinen quadratischen Raum
gestört, der nicht in die Symmetrie des Gebäudes
passt.
Größe und regelmäßige Grundkonzeption lassen vermuten,
dass hier ein repräsentatives Gebäude vorliegt. Erst
mit dem späteren Anbau eines rechteckigen
Raumkomplexes an die Südostecke des Gebäudes verliert
dieses seine Symmetrie. Auch die Aufteilung der Räume
im Inneren wurde im Zuge verschiedener Umbaumaßnahmen
umgestaltet.
Die Bestimmung der
einzelnen Räume ist nicht sicher zu rekonstruieren.
Der Hauptzugang lag sicherlich im Westen und war damit
dem Kastell zugewandt. Vermutlich befand sich hier ein
architektonisch besonders betontes Portal. Ferner kann
man davon ausgehen, dass die beheizten Räume im Norden
und Süden als Wohnräume genutzt wurden. Möglicherweise
befand sich in der Südostecke eine kleine Küche.
Die
regelmäßige symmetrische Fassade, die durch einen
vorspringenden Mitteltrakt gegliedert ist, spricht für
ein Wohnhaus mit repräsentativem Charakter. In Frage
kämen hier eine offizielle Raststation, ein
Unterkunftshaus für durchreisende Bedienstete des
Staates oder vielleicht das Privathaus des Bucher
Lagerkommandanten.
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