© Bild: B. Efinger
Kastell
Pfünz - rekonstruiertes Nordtor - Porta Praetoria
Virtueller
Kastellrundgang
Eine Inschriftentafel
bezeugt den
Wiederaufbau des Kastells unter Kaiser
Commodus [180 - 192 n. Chr.], der von 183 - 185 n. Chr. dauerte.
Unter Kaiser Severus Alexander [222 - 235 n. Chr.]
wurde das Kohortenkastell beim großen Alamannensturm im
Jahre 233 n. Chr. wohl endgültig zerstört und niedergebrannt, was
durch eine aufgefundene Brandschicht nachgewiesen
werden konnte.
Der
Angriff kam für die Besatzung des Kastells offenbar so überraschend,
dass die Wachtposten am Südtor niedergemacht wurden,
bevor sie zu ihren Schilden greifen konnten. Drei
Schildbuckel fand man an die Außenwand angelehnt im
Brandschutt.
Auch ein Gefangener in der Arrestzelle
des Lagermittelgebäudes konnte sich beim Überfall
nicht mehr befreien und verbrannte bei der
Einäscherung des Lagers. Die Ausgräber entdeckten sein
Skelett, der Unterschenkelknochen war noch angekettet.
Vom Jahr 233 n. Chr. bis zur Aufgabe des
Gebiets nördlich der Donau 260 n. Chr. liegen kaum Funde vor.
Daraus lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass
das Kastell in der Zeit von 233 - 260 n. Chr.
wenig bzw. überhaupt nicht besetzt war.
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