Römer in Germanien 8 | 9 | 10

   
 

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Der Eichel- oder Drususstein - Ehrenmal für Drusus

"In den darauf folgenden Jahren 12 - 9 v. Chr. erfolgten die  Germanenkriege des Drusus mit vier Feldzügen. Er unterwarf die Bataver, Friesen und Chauken. Nach Kämpfen gegen Quaden und Markomannen marschierte er von Mainz durch die Wetterau, weiter durch suebisches Gebiet bis zu den Cheruskern und erreichte schließlich die Elbe."

Feldzüge in Germanien

Den Triumphzug konnte Drusus jedoch nicht mehr feiern. 9 v. Chr. stürzte er zwischen Saale und Rhein vom Pferd und starb an den Folgen. Nach seinem Tod erhielt er den Beinamen Germanicus, der in seiner Familie erblich wurde.

Römische Soldaten errichteten ihm im ersten Jahrhundert n. Chr. ein Ehrenmal. Es besteht aus einem kubischen Sockel mit zylindrischen Oberbau und einem ursprünglich kegelförmigen Dach. Bei seiner Erbauung muss das Ehrenmal mit Quadern umgeben gewesen sein. Es war 25 Meter hoch. Bis zum Ende der Römerzeit wurde das leere Grab von den Soldaten gepflegt und verehrt. Der Drususstein ist in der heutigen Zitadelle zu finden.

In den Jahren 8-6 v. Chr. übernahm Tiberius das erste Kommando in Germanien. Größere Auseinandersetzungen wurden nicht bekannt. Wie sein Vorgänger stieß er bis zur Elbe vor.

Velleius Paterculus, ein Zeitzeuge berichtet:

"Er durchzog siegreich alle Gebiete Germaniens, und zwar ohne jeglichen Verlust für die anvertrauten Truppen."

Weiter ist bei ihm zu lesen:

"Germanien unterwarf er so vollständig, dass er es fast zu einer tributpflichtigen Provinz machte." [Vell. 2,9,4]

In den Jahren 1-4 n. Chr. kam es zu Unruhen in Nordwestdeutschland. Die Römer sprachen von "immensum bellum", einem gewaltigen Krieg. Als Gegner werden die Attuarier, Brukterer, Cherusker, Chauken und Langobarden erwähnt.

4-6 n. Chr. übernahm Tiberius das zweite Kommando in Germanien. Ein Vertrag wurde mit den Cheruskern geschlossen, die Langobarden wurden unterworfen. Eine Provinzverwaltung wurde eingerichtet, Straßen gebaut und die neu erworbenen Gebiete durch Legionslager gesichert. Ein Lager dieser Zeit wurde in Unterfranken bei Marktbreit am Main entdeckt.

Zwei große Heere, das eine unter der Führung des Sentius Saturninus - vermutlich von Mainz kommend -, das andere unter Tiberius´ Führung von Carnuntum [Bad Deutsch-Altenburg vor den Toren Wiens] aufbrechend, insgesamt 12 Legionen, bewegten sich 6 n. Chr. auf das böhmische Kernland zu. Wegen des Aufstandes unter Führung des Maroboduus [Marbod] in Pannonien 6-9 n. Chr. musste der Krieg gegen die Markomannen abgebrochen werden."

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