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Bild: B. Efinger
Augustus - 31 v. Chr. - 14 n. Chr.
Kopie
der berühmten Statue des Augustus
von Primaporta im Archäologischen Park Cambodunum
"Mit dem Auftreten von
C. Iulius Caesar
im Jahre 58
v. Chr. am Oberrhein in der Auseinandersetzung mit dem
Sueben
Ariovist beginnt die römische Geschichte
Südwestdeutschlands. Mit der Eroberung Galliens in den
Jahren 58 - 51 v. Chr. wurde damit der Rhein zur
Grenzlinie zwischen dem Römischen Reich und den
rechtsrheinischen Siedlungsgebieten germanischer
Stämme.
Cäsar ließ, um den einfallenden Germanen die
Leistungsfähigkeit der Römer zu demonstrieren,
wahrscheinlich im Neuwieder Becken, zweimal [einmal im
Jahr 55 v. Chr. und einmal im Jahr 53 v. Chr.] eine
hölzerne Brücke über den Rhein schlagen. Nach nur
wenigen Tagen wurden diese jedoch wieder abgebrochen.
Cäsar dachte jedoch noch nicht an den Ausbau der römischen
Herrschaft in Germanien. Dies geschah erst unter
seinem Adoptivsohn und Nachfolger
Augustus.
In
den Jahren 17/16 v. Chr. erlitt der Statthalter der Gallia comata M. Lollius gegen die über den Rhein
vorgedrungenen Sugambrer, Usipeter und Tenkterer eine
Niederlage. Daraufhin wurden 16 - 12 v. Chr. erstmalig römische Truppen am Rhein stationiert.
Kaiser
Augustus ließ im Jahre 15 v. Chr. im so genannten Sommerfeldzug durch seine Stiefsöhne
Drusus
[Drusus Claudius Nero; 38-9 v. Chr.] und
Tiberius
[Tiberius Claudius Nero; 42 v. Chr. - 37 n. Chr.] die
Alpen und das Alpenvorland [die
Stammesgebiete der
Räter und Vindeliker]
bis zur Donau erobern.
Zuvor war das
Regnum Noricum [Ostalpen] mit der Donau als Nordgrenze dem römischen
Imperium bereits friedlich angegliedert worden.
Rätien
[Raetia] wird römische Provinz.
Das Ziel dieser Expansionspolitik war es sicherlich,
den immer
wiederkehrenden Unruhen durch die Alpenstämme zu
begegnen, um Italien und angrenzende Provinzen zu
sichern. Römische Schriftsteller erwähnten Übergriffe
der Räter auf die Provinz Gallien und auf das
Mutterland Italien.
Heute
jedoch wissen wir, dass dieser Feldzug mit der Auftakt
zu Augustus´ Germanienpolitik und
Weltherrschaftsanspruch war. Ziel war die Unterwerfung
Germaniens bis zu Elbe - manches spricht dafür, sogar
bis zur Weichsel. Das kurze Stück zwischen Elbe
und Donau wäre weitaus besser zu kontrollieren gewesen
als der spätere Limes mit 550 km Länge. Mehre römische
Schriftsteller [z.B. Tacitus] belegen den Versuch,
ganz Germanien bis zur Elbe zu einer Provinz Roms zu
machen.
Der
Anspruch auf die Weltherrschaft sollte bis ins 2. Jh.
n. Chr. maßgebend für die Politik des römischen
Imperiums sein."
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