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80 km Limesfaszination: Die Römer in SW-Deutschland


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Römer im Südwesten

Südwestdeutschland zur Römerzeit:

Die Römer hatten schon immer Angst vor den Völkern des Nordens, seien es Gallier oder gar Germanen. Im Jahr 387 vor Chr. wäre es um Rom beinahe geschehen gewesen. Damals drangen nach der vernichtenden Schlacht an der Allia Gallier unter ihrem Anführer Brennus in Rom ein. Nur die waffenfähige Jugend hatte sich auf das Kapitol zurückgezogen, die ehrwürdigen Senatoren saßen wie Statuen vor ihren Häusern. Als einer der Gallier einen Senator am Bart zupfte, erwies sich dieser als quicklebendig und schlug ihm seinen Stock über den Kopf. Ein wildes Morden begann."

"Und wie kam es, dass Rom dennoch gerettet wurde?"

"Das war der damaligen Frömmigkeit der Römer zu verdanken. Obwohl sie furchtbaren Hunger litten, wagte es niemand, die der Göttin Juno heiligen Gänse auf dem Kapitol zu schlachten. Durch Verrat gelang es den Galliern zwar, sich nachts bis an die Mauern des Kapitols zu schleichen, doch die Gänse erhoben ein furchtbares Geschnatter. Die Bewacher konnten so das Kapitol retten. Die Gallier ließen sich ihren Abzug aus Rom teuer bezahlen. Unsere Vorfahren mussten eine Waagschale mit Gold und Geld auffüllen. Der misstrauische Brennus warf sein Schwert dazu und stieß noch die leere Drohung aus VAE VICTIS - WEHE DEN BESIEGTEN, doch die Gallier ließen sich nicht mehr blicken. In der Bibel finden wir ihre Spuren, dort tauchen sie als GALATER wieder auf."

"Und wie war das mit den Kimbern und Teutonen?"

"Um 120 v. Chr. verließen Kimbern und Teutonen von Hunger und Not getrieben ihre dänische Heimat und versetzten das Römische Reich in Angst und Schrecken. Für die Römer waren die Kimbern "zweibeinige Tiere, die außer der Stimme und den Gliedern nichts Menschliches an sich haben". Sie seien ohne jede Kultur und Zivilisation gewesen: nackt, wild, ohne Behausung. Unser römische Historiker Tacitus schrieb: Aus der Sicht der Römer, lebte der Stamm der Cimbri [Kimbern] "am Rande der bewohnten Welt" in Jütland. Man schätzt, dass 60 bis 80.000 Germanen - Kimbern, Teutonen und Ambronen - in ganz Dänemark siedelten, in hunderten von zerstreuten Dörfern."

 

 
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