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Meilenstein der Via Claudia Augusta 46 n. Chr.
Rabland - Tirol
Ti[berius] Claudius Caesar Augustus Germ[anicus] ...
viam Claudiam Augustam, quam Drusus pater alpibus
bello patefactis derexserat, munit a flumine Pado at
flumen Danuvium per [milia] p[assuum] CC[CL].
Tiberius Claudius Caesar Augustus, der
Germanenbesieger, oberster Priester zum 6. Mal, mit
der tribunizischen Gewalt versehen zum 4. Mal, zum
Konsul bestimmt zum 11. Mal, Imperator, Vater des
Vaterlandes, hat die Via
Claudia Augusta,
die sein Vater Drusus trassiert hatte, nachdem er
durch einen Krieg die Alpenpassage ermöglicht hatte,
vom Po bis zur Donau über eine Strecke von CC...
Meilen ausgebaut.
Der
Wendepunkt in der römischen Germanienpolitik
"Zunächst nahmen die
Römer von der Eroberung Mittel- und Norddeutschlands
Abstand. Sie sicherten sich vor allem im Süden das
Alpenvorland sowie Brückenköpfe diesseits des Rheins
im Bereich des unteren Mains [Wiesbaden] und Neckars [Ladenburg, Heidelberg – Neuenheim].
In den
Jahren 14-16 n. Chr. unternahm
Germanicus,
der Sohn des
Drusus,
Feldzüge in Germanien, nachdem er 13. v. Chr.
Oberbefehlshaber der Truppen am Rhein geworden war.
16. n. Chr. drang er weit in
cheruskisches Gebiet
ein und konnte eine Koalition nordgermanischer Stämme
in zwei großen Schlachten bei
Idistaviso
und am
Angrivarierwall
besiegen. Dauerhafte Erfolge blieben ihm jedoch
versagt. Im selben Jahr wurde
Germanicus
von Kaiser
Tiberius
abberufen. Er hatte wohl erkannt, dass weitere
Eroberungen in Germanien sinnlos waren und dass die
Elbgrenze gegenüber der Grenze am Rhein keinen
nennenswerten Vorteil bot.
Im
Jahr 16
n. Chr. erfolgte wahrscheinlich die Anlage des
Legionslagers Vindonissa [Windisch] mit defensivem Charakter [Schutz von
Straßen] im Norden der Schweiz. Militärstationen
wurden ferner am Alpenrand errichtet.
So bezogen römische Truppen nach dem Ende der
Germanenkriege unter
Tiberius [14-37 n. Chr.] feste Standlager links des Hoch- und
Oberrheins. Sie bestanden aus acht Legionen und
zahlreichen Hilfstruppen und waren in zwei Abteilungen
gegliedert: das obergermanische und das
untergermanische Heer - jeweils 4 Legionen, mit dem Kommando in Mainz und in Köln. Diese Truppen waren stark genug,
den Eroberungskrieg gegen Germanien jederzeit wieder aufzunehmen.
Doch dazu
kam es vorerst nicht. Im Vorfeld des
Doppellegionslagers Mainz [Mogontiacum] blieb aber ein
Brückenkopf rechts des Rheins bestehen.
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