Römer in Germanien 11 | 12a | 12b

   
 

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Römischer Meilenstein der Via Claudia Augusta

Meilenstein der Via Claudia Augusta 46 n. Chr.
Rabland - Tirol

Ti[berius] Claudius Caesar Augustus Germ[anicus] ...
viam Claudiam Augustam, quam Drusus pater alpibus bello patefactis derexserat, munit a flumine Pado at flumen Danuvium per [milia] p[assuum] CC[CL].

Tiberius Claudius Caesar Augustus, der Germanenbesieger, oberster Priester zum 6. Mal, mit der tribunizischen Gewalt versehen zum 4. Mal, zum Konsul bestimmt zum 11. Mal, Imperator, Vater des Vaterlandes, hat die Via Claudia Augusta, die sein Vater Drusus trassiert hatte, nachdem er durch einen Krieg die Alpenpassage ermöglicht hatte, vom Po bis zur Donau über eine Strecke von CC... Meilen ausgebaut.

Der Wendepunkt in der römischen Germanienpolitik

"Zunächst nahmen die Römer von der Eroberung Mittel- und Norddeutschlands Abstand. Sie sicherten sich vor allem im Süden das Alpenvorland sowie Brückenköpfe diesseits des Rheins im Bereich des unteren Mains [Wiesbaden] und Neckars [Ladenburg, Heidelberg – Neuenheim].

In den Jahren 14-16 n. Chr. unternahm Germanicus, der Sohn des Drusus, Feldzüge in Germanien, nachdem er 13. v. Chr. Oberbefehlshaber der Truppen am Rhein geworden war. 16. n. Chr. drang er weit in cheruskisches Gebiet ein und konnte eine Koalition nordgermanischer Stämme in zwei großen Schlachten bei Idistaviso und am Angrivarierwall besiegen. Dauerhafte Erfolge blieben ihm jedoch versagt. Im selben Jahr wurde Germanicus von Kaiser Tiberius abberufen. Er hatte wohl erkannt, dass weitere Eroberungen in Germanien sinnlos waren und dass die Elbgrenze gegenüber der Grenze am Rhein keinen nennenswerten Vorteil bot.

Im Jahr 16 n. Chr. erfolgte wahrscheinlich die Anlage des Legionslagers Vindonissa [Windisch] mit defensivem Charakter [Schutz von Straßen] im Norden der Schweiz. Militärstationen wurden ferner am Alpenrand errichtet.

So bezogen römische Truppen nach dem Ende der Germanenkriege unter Tiberius [14-37 n. Chr.] feste Standlager links des Hoch- und Oberrheins. Sie bestanden aus acht Legionen und zahlreichen Hilfstruppen und waren in zwei Abteilungen gegliedert: das obergermanische und das untergermanische Heer - jeweils 4 Legionen, mit dem Kommando in Mainz und in Köln. Diese Truppen waren stark genug, den Eroberungskrieg gegen Germanien jederzeit wieder aufzunehmen.

Doch dazu kam es vorerst nicht. Im Vorfeld des Doppellegionslagers Mainz [Mogontiacum] blieb aber ein Brückenkopf rechts des Rheins bestehen.

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