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Bild: B. Efinger
Öhringen - Stadt am UNESCO-Weltkulturerbe LIMES
Der Limes und
Öhringen:
In
der Zeit der römischen Besetzung nach dem Limesbau um 155 n. Chr.
erlangte Öhringen seine erste geschichtliche
Bedeutung. Zu dieser Zeit standen hier etwa tausend römische
Soldaten, die in zwei Kastellen untergebracht waren. Nach dem römischen Kaiser Marcus Aurelius
[Mark Aurel] benannt
erhielt der militärisch und wirtschaftlich bedeutende
Ort den Namen "Vicus Aurelianus". Öhringen gehörte zu den wichtigsten Truppenstandorten am
äußeren Limes, doch davon sind leider keine sichtbaren
archäologischen Zeugnisse mehr vorhanden, weil alles weitgehend modern überbaut
wurde.
Als die
Alamannen
um 260 n. Chr. den Limes überrannten, zerfiel die römische
Ansiedlung mit ihren Kastellen, Bädern, handwerklichen
Betrieben und Villen. Öhringen selbst tauchte erst 800 Jahre später als Oringowe
aus der Geschichte wieder auf.
Forschung:
Nach wie
vor ist man sich in der Forschung nicht einig, ob Öhringen als Verwaltungszentrum
der
Civitas Aurelia bezeichnet werden kann. Neben der Region
um Künzelsau könnte sogar Stuttgart-Bad Cannstatt in
Frage kommen:
"C.S.Sommer
macht darauf aufmerksam, dass als Verwaltungszentrum
der Ort mit dem jeweils größten Kastell, bzw. der
vornehmsten Truppe gewählt wird. Aus diesem Grunde
plädiert er für Stuttgart-Bad Cannstatt, Garnison der
vornehmen Ala I Scubulorum, als
Verwaltungszentrum der Civitas Aurelia G ( ) statt des am Limes, dezentral gelegenen Öhringen/Vicus
Aurelianus. Für die Wahl von Stuttgart-Bad
Cannstatt als Verwaltungszentrum spricht außerdem die
verkehrsgeographische Lage als Drehscheibe des O-W-
und N-S-Verkehrs am mittleren Neckar im 2.Jhd.n.Chr.
Die gleiche Funktion hat Rottweil/Arae Flaviae in flavischer Zeit am oberen Neckar."
Quelle:
http://www.uni-tuebingen.de/RW-MUSEUM/rw/rwkat18.htm
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