|

©
Bild:
Römermuseum Obernburg/B. Efinger
Obernburg
am Main - Lage des Kastells
Die nasse
Grenze - die ältere Mainlinie
Ehemaliges Römerkastell Nemaninga
Die historische Altstadt bedeckt heute das Gelände, auf
dem sich das Kastell befand.
Die Straßen verlaufen noch
heute über den Kastellstraßen. Die "via principalis",
die Hauptstraße des Kastells, liegt etwa 60 cm tief
unter der heutigen Römerstraße. Die Badgasse
entspricht der "via praetoria".
Wilhelm Conrady begann die
Grabungen 1882 und konnte 1884 das Kastell nachweisen,
dagegen blieb die Lage des Kastellbades bisher
unbekannt. Südlich des Kohortenkastells wird das
Numeruskastell im Friedhofsbereich vermutet.
Römermuseum
Die in großer
Zahl bei Ausgrabungen in Obernburg gefundenen
Gegenstände sind seit 1996 im “Römermuseum” in der
Unteren Wallstraße ausgestellt.
Das Museum erstreckt sich
über drei Stockwerke und macht das Leben in einem
römischen Lager an der Grenze zum freien Germanien
deutlich.
Benefiziarierstation
Südlich der Garnison wurde
1954 eine
Benefiziarier-Station entdeckt. Weihesteine der dort
stationierten Sonderbeauftragten sind im Römerhaus in Obernburg
ausgestellt.
Kastelldorf
Archäologische
Ausgrabungen erbrachten neue Details zur Struktur des
römischen Lagerdorfes [Vicus]. Neben Funden und
Befunden aus dem Umfeld einer römischen Bäckerei [z.B.
eine Getreidedarre] kamen auch Funde des frühen
Mittelalters zutage.
Ausgrabungen
Ein
Glanzstück der Obernburger Ausgrabung ist eine
kunstvoll gearbeitete Brunnenplatte, die, wie die
Inschrift besagt, am 15. Juli des Jahres 223 gestiftet
wurde.
Laufende
Ausgrabungen 2004
Zivilsiedlung mit
Hinweisen auf eine römische Strasse sowie zur
Struktur der Vicusbebauung mit Holz- und
Steingebäuden sowie Brunnen.
Hinweise
auf ein älteres Kastell
Bei den
Ausgrabungen 2004 stieß man auf das letzte Haus am
Südrand des Lagerdorfes, aber auch auf Hinweise auf
ein älteres, bislang unbekanntes Kastell.
Links:
|