Niederbieber 1 | 2 | 3

   
 
Obergermanischer Limes - Niederbieber


Karte

Der Limes

Limesanlagen

Limestour

Römer

Weltkulturerbe

Internationale
Römertage
Aalen

 


Das Nordtor des Kastells Niederbieber

Das Nordtor des Kastells Niederbieber

 

© Bild: B. Efinger

Streckenabschnitt 1 - Niederbieber

Landkreis Neuwied - NR

Das Kastell Niederbieber

Das Nordtor des von Wohnhäusern des Stadtteils Neuwied-Niederbieber überbauten römischen Kastells Niederbieber ist in seinen Fundamenten noch erhalten. Mit dem Ausbau der Straße "Am Limes" wurde das 15 m breite Tor gesichert und oberirdisch sichtbar gemacht.

 

Flankiert wurde das Tor von zwei mächtigen rechteckigen Türmen, die vor die Mauer ragten. Über das Tor, in dessen erstem Stockwerk sich die Wachstube befand, führte der Wehrgang auf die Mauer.

 

Das stark befestigte Steinkastell gehörte zu den größten römischen Kastellen am obergermanischen Limes. Der Grundriss war, wie bei Kastellen üblich, rechteckig und von einer Umfassungsmauer mit den Seitenlängen von 198,50 m x 265,25 m und abgerundeten Ecken umgeben. Zusätzlichen Schutz für das 5,2 ha große Kastell gewährte ein etwa 6 m breiter Spitzgraben. Ein Damm aus Erde war hinter der Mauer des Kastells angeschüttet, auf dem entlang der Wehrgang lief.

 

Das Kastell besaß wie üblich auf allen vier Seiten ein Tor. Mit Ausnahme des nördlichen Tores hatten alle Tore, die an den Seiten durch eckige Tortürme geschützt waren, einen doppelten Durchgang. Das Haupttor, die porta praetoria, befand sich in der südlichen Mauer.

 

Auffallend waren darüberhinaus die Eck- und Zwischentürme, welche aus der Linie der Mauer nach außen vorsprangen. Von diesen aus konnten die Verteidiger auch die Flanken decken.

 

 

 

 

Zur Homepage Zur vorherigen Seite Zur nächsten Seite