|

Grundriss des Kohortenkastells Niederberg
© Bildquelle:
Die Römer in Rheinland-Pfalz
Streckenabschnitt
1 - Koblenz-Niederberg - KO
Koblenz - Weltkulturerbe Mittelrheintal
Westlich des Lagerdorfes
lag das römische Gräberfeld. Eine Fernstraße vom
Rhein bei Koblenz hoch zum Westerwald führte durch
das Ehrenbreitsteiner Tal ca. 200 m entfernt an der
Südwestseite des Kastells vorbei, wo sich ein
doppelter
Durchlass
befand.
Als Besatzung des
Kastells Niederberg ist die Cohors VII
Raetorum equitata, eine 500 Mann starke Einheit aus
Fußtruppen mit Reiterzügen, durch einen
Weihestein und durch Stempel auf zahlreichen Ziegeln
nachgewiesen.
Ein
weiterer Nachweis der
Cohors VII Raetorum
belegt ein Fund im Kleinkastell Fehrbach am Limes
bei Höhr-Grenzhausen. Auf einem Terra-Sigillata-Bruchstück
ist der Name der Kohorte eingeritzt. Die Aufgabe
dieses Kastells bestand in der Sicherung des
Fehrbachtals.
Während des Einfalls
fränkischer Truppen um 259/260 n. Chr. kam die
Truppe dem Kastell Niederbieber bei Neuwied zu
Hilfe, wobei sie offenbar aufgerieben wurde. In
Niederbieber fand man nämlich die Zierscheibe einer
Truppenstandarte, welche der Cohors VII Raetorum
gehörte.
Seit den 1960er Jahren wurde ein großer Teil des
Geländes mit Wohnhäusern überbaut. In den Bereichen,
die noch nicht bebaut sind, und zwischen den
Gebäuden liegen jedoch noch ungestörte
archäologische Befunde. Diese Flächen sind jetzt als
Grabungsschutzgebiet der Stadt Koblenz ausgewiesen
und sind Bestandteil des
Weltkulturerbes
Römischer Limes.
Seit dem Jahr 2002 finden
in Niederberg wieder gezielte Ausgrabungen durch die
Archäologische Denkmalpflege in Koblenz statt, um
den Erhaltungszustand der Befunde und die
Möglichkeit ihrer Darstellung für die Öffentlichkeit
zu erkunden.
Links:
|