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Blick auf Koblenz von der Festung
Ehrenbreitstein
© Bildquelle:
Wikipedia
Streckenabschnitt
1 - Koblenz-Niederberg - KO
Koblenz - Weltkulturerbe Mittelrheintal
Das etwa 7
km vom Limes entfernte Kohortenkastell
Niederberg lag auf einem leicht nach Nordosten
abfallenden Plateau auf der rechten Rheinseite gegenüber der
Moselmündung im Koblenzer Stadtteil Niederberg. Das 2,8 ha
große Kastell hatte die Aufgabe, den Zugang von Süden her
zum Neuwieder Becken und den wichtigen Aufstieg vom Rheintal
zum Westerwald zu schützen. Heute sind oberirdisch keine
sichtbaren Spuren mehr vorhanden.
Immer wieder war man in
Niederberg auf die Spuren der Römer gestoßen. Im
Jahr 1895 wurden Ausgrabungen vorgenommen, die die
beträchtliche Größe des Kastells offenbarte [177,4
mal 157,8 Meter]. Das Kastell wurde etwa 100 n. Chr.
mit dem Ausbau des Limes errichtet.
Eine Umfassungsmauer mit
abgerundeten Ecken und zwei Spitzgräben mit 9 m bzw.
6 m Breite sicherten die Garnison. Auf allen vier
Seiten gab es Tore mit seitlichen Türmen, wobei das
Südwesttor als einziges zwei getrennte Durchlässe
besaß. Lagerstraßen führten von den Toren aus
geradlinig ins Innere des Kastells zu dem in der
Mitte liegenden Stabsgebäude
[principia]. Seine Räume und Pfeilerhallen waren um
einen rechteckigen Innenhof gruppiert. Nur
lückenhafte Erkenntnisse gibt es über die Lage
anderer Gebäude.
Vor der südlichen Ecke
des Kastells befand sich das
Kastellbad. Das Lagerdorf
[vicus] erstreckte sich weiträumig um das Kastell
herum, wobei ein Schwerpunkt im heutigen Ortskern
mit der katholischen Pfarrkirche St. Pankratius lag,
wie man bei Ausgrabungen in den letzten Jahren an
einigen Baustellen feststellte. Das römische
Lagerdorf bildete somit die Basis für den
späteren fränkischen und mittelalterlichen Ort
Niederberg.
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