© Bild: B. Efinger
Burg
Nassenfels auf ehemaligem Kastellgelände
Im 2.
Jh. n. Chr. wurde Nassenfels als "Vicus Scuttarensium"
der bedeutendste Marktort im Hinterland des Limes und
der zivile Mittelpunktort der Region.
Einige Funde aus dem
Kastell und der zivilen römischen Handelsniederlassung
sind im
Ur- und Frühgeschichtlichen Museum in
Eichstätt zu sehen. Eine Gedenktafel am Bergfried, der nicht öffentlich zugänglich
ist, erinnert daran, dass
hier einst ein Römerkastell stand.
Vermutlich wurde das
Lager aufgegeben, nachdem das
Kastell Vetoniana [Pfünz]
zur Sicherung des Überganges über die Altmühl
errichtet worden war. Durch Ausgrabungen konnten ein 67 m langes
Kaufhaus, Handwerksbetriebe, Bäder und Villen
nachgewiesen werden.
Vor der
Burg in Nassenfels, die nicht besichtigt
werden kann, lädt ein Rastplatz an der Schutter zum
Verweilen ein.
Ein
römischer Stein ist rechts in der Vorhalle der
katholischen Kirche St. Nikolaus eingemauert, mit
dem Namen der römischen Handelssiedlung Vicus
Scuttarensis. Auf dem Weihestein steht [abgekürzt],
dass die Vicani Scuttarenses dem röm. [Kriegsgott] Mars
und der [Siegesgöttin] Victoria [Weihegeschenke]
verehrt haben.