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Rätischer Limes: Landesgrenze - Wilburgstetten


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Mönchsroth - Limesstele - Archäologische Seite

© Bild: B. Efinger

Limesstele bei Mönchsroth

Archäologische Seite - Wachtposten und Umgebung: Die Teilrekonstruktion eines Limesturmes wurde bewusst nicht an der Originalstelle errichtet, um nicht die noch vorhandene archäologische Substanz zu zerstören. Die Limesmauer ist in diesem Bereich im Boden noch ca. 30 cm hoch und 1,40 m stark erhalten.

Der nächste Turm in östlicher Richtung ist heute nicht mehr sichtbar. Er wurde 1896 ausgegraben. Der steinerne Turm stand dort frei, in fast 14 m Entfernung von der Mauer. Somit war er nicht wie die meisten Türme am rätischen Limes direkt in die Mauer miteinbezogen.

Im Jahre 1879 waren viele Steine dieses Turmes zum Bau eines Holzabfuhrweges abtransportiert worden. Auch Reste des früheren Holzturmes mit  umlaufendem Graben wurden in seiner Nähe entdeckt.

1893 konnten im anschließenden Gelände 99 Kiefernholzstümpfe, die sich in 1,4 m Tiefe durch den hohen Grundwasserspiegel unter Luftabschluss erhalten haben, freigelegt werden. Diese stammten von der Palisade, dem hölzernen Vorgänger der Limesmauer.

In der Nähe dieses Standortes wurde 1922 eine vergleichbare Entdeckung gemacht. Anhand der Jahresringe konnte das Fälldatum der Bäume bestimmt werden. Dies waren die Jahre 235 bis 239 n. Chr.

Bisher war angenommen worden, dass die Palisade über 100 Jahre früher errichtet und dann durch die Steinmauer ersetzt wurde. Der Befund hier lehrt nun, dass zumindest an einigen Stellen die Palisade weiterhin erhalten und und immer wieder erneuert worden war.

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