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Obergermanischer Limes - Von Walldürn bis zum Main


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Ostkastell - Miltenberg

Miltenberg - Ostkastell

Der Limes verläuft nun weiter den Stephleinsgraben hangabwärts auf den Main zu, der ab Miltenberg bis Seligenstadt die sog. nasse Grenze bildete.

Der erste Wachtposten der Strecke 7 [WP 7/1] könnte sich direkt am Main, südlich des Ostkastells von Miltenberg, befinden. Bisher konnte er jedoch noch nicht nachgewiesen werden.

Dank der strategisch wichtigen Lage besaß Miltenberg zwei Kastelle. 300 m vom Main entfernt lag das heute nicht mehr sichtbare Kastell Miltenberg-Ost, ein Numeruskastell von 0,6 ha. Fläche. Hier war der "Numerus exploratorum Seiopensium" stationiert, eine Einheit von Kundschaftern der Seiopenser. Der Name der Einheit ist durch eine Inschrift auf einem Weihestein am Greinberg bekannt.

Unmittelbar nordöstlich des Kastells verlief die Limeslinie. Die Garnison entstand wohl gleichzeitig mit dem Kastell Miltenberg-Altstadt um die Mitte des 2. Jh. n. Chr. Ihre Aufgabe bestand in der Sicherung des Limesbeginns am Flussufer. Selbstverständlich existierte hier ein Lagerdorf und vermutlich auch ein Bad. Eine Bauinschrift, die 1979 gefunden wurde, berichtet von Neu- und Umbauten am Kastell zu Beginn des 3. Jh. n. Chr. Mit der Aufgabe des Limes gegen 260 n. Chr. ging auch hier am Main die Zeit der römischen Besatzung zu Ende.


 

 


 

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