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Obergermanischer Limes - Lorch bis Rotenbachtal


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Limeshinweisstein bei Klein-Deinbach

© Bild: B. Efinger

Limeshinweisstein bei Klein-Deinbach

Auf der Höhe beim Kloster Lorch bog der Limes nach Osten ab. Er folgt nun dem Nordhang des Remstales. Von hier bis zu seinem Ende ist der Pfahlgraben des obergermanischen Limes nirgends zu sehen. Offensichtlich hat er dort nie bestanden, weil dieser Streckenabschnitt wenig gefährdet schien.

Nur die steinernen Wachttürme 12/17, 12/19, 12/21 und das Kleinstkastell Klein-deinbach wurden bisher gefunden. Vermutlich lief vor ihnen lediglich die Palisade als Grenzhindernis.

WP 12/17 "Kammerberg" auf der Höhe östlich des Schweizerbaches im Wald ist als Schutthügel erkennbar. WP 12/19, ca. 250 m nördlich von Hangen-Deinbach sieht man als flachen Hügel. Beim vermuteten WP 12/20 oder nicht mehr sichtbaren WP 12/21 lag der südlichste Punkt des obergermanischen Limes.

Das Kleinstkastell Kleindeinbach nimmt die Stelle eines WP 12/22 ein. Das quadratische Kastell, von dem nur geringe Spuren zu sehen sind, lag etwa 400 m nordöstlich des Dorfes, das dem Kastell mit 600 Quadratmetern Fläche mit nur einem Tor im Süden den Namen gab. Sicherlich diente das Kastell, das ähnlich wie das Kleinstkastell Rötelsee bei Welzheim gestaltet gewesen sein dürfte, der Überwachung der Grenze zwischen den beiden römischen Provinzen.

In ca. 50 m Entfernung zog der Limes nördlich am Kastell vorbei. Etwa 200 m weiter im Osten begann dann am Westhang des Rotenbachtales die Mauer des rätischen Limes.

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