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Eine der
imposantesten Rekonstruktionen
eines steinernen Wachtturms bei Hillscheid
© Bild:
B. Efinger
Steintürme - Teil 1
Etwa seit der Mitte des 2.
Jahrhunderts nach Christus wurden die Holztürme durch die dauerhafteren Steintürme
ersetzt. Am rätischen Limes wurden die Türme von
vornherein als Steintürme errichtet.
Die Türme aus
Stein hatten einen ähnlichen Aufbau wie die
Holztürme. Der Grundriss war häufig quadratisch. Über dem in der Regel nicht zugänglichen
Erdgeschoß erhob sich das erste Obergeschoß. Es diente als
Wohngeschoß. Hier befand sich auch der Eingang zum
Turm mit Hilfe einer abnehmbaren Leiter.
Über dem
Wohnstockwerk befand sich das zweite Obergeschoß für
den Wachdienst, mit großzügigen Fenstern und
wahrscheinlich mit einer umlaufenden Galerie.
Jeder
Posten war rund um die Uhr mit mindestens vier
Soldaten besetzt.
Drohte Gefahr,
hissten die Wachen weithin sichtbare Fahnen, bliesen
Signalhörner, oder zündeten nachts,
wie es die Trajanssäule darstellt, meterhohe Holzstapel
an. So wurde die Nachricht von Turm
zu Turm verbreitet. Meldeläufer holten daraufhin Verstärkung aus dem nahe gelegenen
Kastell.
Entlang des
des gesamten Limes waren Truppen stationiert. Jedes
Kastell war nach demselben, streng vorgegebenen
Konzept angelegt. Es besaß eine feste Umwehrung und
enthielt Stabsgebäude, Mannschaftsunterkünfte, ein
Lazarett, Ställe und Getreidespeicher.
Anhand von Funden
konnte man nachweisen, dass zumindest
manche Steintürme weiß verputzt waren. In
diesen Verputz wurden Quaderfugen eingeritzt, die
mit roter Farbe ausgefüllt waren. Ähnliches trifft
auch für die Kastelle zu.
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