Limesanlagen 8 | 9 | 10a

   
 
Limestour: Limesanlagen - Steintürme


Der Limes

Limesanlagen

Limestour

Römer

Weltkulturerbe

Internationale
Römertage
Aalen

 


Limesturm Hillscheid - Rekonstruktion 1994

Eine der imposantesten Rekonstruktionen
eines steinernen Wachtturms bei Hillscheid

© Bild: B. Efinger

Steintürme - Teil 1

Etwa seit der Mitte des 2. Jahrhunderts nach Christus wurden die Holztürme durch die dauerhafteren Steintürme ersetzt.  Am rätischen Limes wurden die Türme von vornherein als Steintürme errichtet.

Die Türme aus Stein hatten einen ähnlichen Aufbau wie die Holztürme. Der Grundriss war häufig quadratisch. Über dem in der Regel nicht zugänglichen Erdgeschoß erhob sich das erste Obergeschoß. Es diente als Wohngeschoß. Hier befand sich auch der Eingang zum Turm mit Hilfe einer abnehmbaren Leiter.

Über dem Wohnstockwerk befand sich das zweite Obergeschoß für den Wachdienst, mit großzügigen Fenstern und wahrscheinlich mit einer umlaufenden Galerie. Jeder Posten war rund um die Uhr mit mindestens vier Soldaten besetzt.

Drohte Gefahr, hissten die Wachen weithin sichtbare Fahnen, bliesen Signalhörner, oder zündeten nachts, wie es die Trajanssäule darstellt, meterhohe Holzstapel an. So wurde die Nachricht von Turm zu Turm verbreitet. Meldeläufer holten daraufhin Verstärkung aus dem nahe gelegenen Kastell.

Entlang des des gesamten Limes waren Truppen stationiert. Jedes Kastell war nach demselben, streng vorgegebenen Konzept angelegt. Es besaß eine feste Umwehrung und enthielt Stabsgebäude, Mannschaftsunterkünfte, ein Lazarett, Ställe und Getreidespeicher.

Anhand von Funden konnte man nachweisen, dass zumindest manche Steintürme weiß verputzt waren. In diesen Verputz wurden Quaderfugen eingeritzt, die mit roter Farbe ausgefüllt waren. Ähnliches trifft auch für die Kastelle zu.
 

 


 

Zur Homepage   Zur vorherigen Seite  

Zur nächsten Seite