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Bild: B. Efinger
Rekonstruiertes Mauerstück der Rätischen Mauer
bei Rainau - Die
Steinmauer ist hier in ihrer
Originalhöhe
von ca. 3
Metern nachgebaut.
Die Teufelsmauer
Die Überreste
der steinernen Mauer haben die Phantasie der Menschen
in älteren Zeiten beschäftigt. Viele Jahrhunderte lang
wusste man im Mittelalter nichts mehr über ihre
Herkunft und Bedeutung. Damals war sicherlich noch
wesentlich mehr von der Mauer, den Wachposten und
Kastellen zu sehen. Deshalb suchten die Menschen des
Mittelalters nach einer Erklärung für das rätselhafte
Bauwerk:
"Der Teufel forderte
eines Tages vom Herrgott einen Teil der Erde, weil er
sich ungerecht behandelt fühlte. Er habe sehr viel
Macht über die Menschen, behauptete der Satan, aber er
sei ein König ohne Land. Gott dachte schlau nach und
willigte ein, dass dasjenige Stück Land, das der
Teufel vom Untergang der Sonne bis zum ersten Krähen
eines Hahnes mit einer Mauer umschlossen habe, ihm
zufallen solle.
Der Teufel machte sich
sofort mit seinen Dienern ans Werk; doch seine
Habgier, ganz Franken zu besitzen, wurde ihm zum
Verhängnis. Ehe er die letzte Hand anlegen konnte,
vernahm man das erste Krähen eines jungen Hahnes.
Voller Wut, dass seine Hoffnung zunichte geworden war,
warf er alle Steine über den Haufen und verschwand
unter Blitz und Donner. Noch heute soll es auf dieser
Teufelsmauer spuken."
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