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Limestour: Limesanlagen - Wall und Graben mit Palisade


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 Limesanlage bei Grab

© Bild: B. Efinger

Limesanlage: Wall und Graben mit Palisade
bei Großerlach-Grab im Rems-Murr-Kreis

Wo immer es ging, nutzten die Römer natürliche Grenzen wie Flüsse, Gebirgsketten oder den Küstenverlauf. Wenn es jedoch notwendig wurde, errichteten sie auch künstliche Barrieren wie den Limes im heutigen Deutschland oder den Hadrianswall in England.

Zum Limes, dem größten archäologischen Bodendenkmal Europas mit einer Länge von 548 Kilometern gehörten nicht nur Wall, Graben, Palisaden, Mauer, und ca. 900 Wachttürme. Ebenso gehörten ca. 60 Numerus-, Kohorten- und Alenkastelle, eine ganze Anzahl an Kleinkastellen, Feldwachen und Bäder dazu, nicht zu vergessen die Durchgänge am Limes, wie das berühmte Limestor bei Dalkingen.

Das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg führte 1983 im Wald Pfahldöbel westlich von der Friedrichsruhe bei Zweiflingen Grabungen durch. Dieser Abschnitt ist einer der besterhaltenen Abschnitte des vorderen Limes. Der Römische Grenzwall mit Graben ist hier auf einer Länge von knapp 300 Metern im Gelände hervorragend sichtbar.

Der aufgeschüttete Erdwall war 9 m breit und einst mehr als 2 m hoch. Davor lag der ursprünglich 8 m breite und und 2,5 m tiefe Graben. Der Höhenunterschied zwischen Grabensohle und Wallkrone betrug ursprünglich mindestens 5 Meter. Unmittelbar vor dem Graben verlief die Palisade aus Eichenholz.
 

 

 


 

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