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Limestour: Limesanlagen - Straßen und Brücken


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Meilenstein - Kösching

Meilenstein des Septimius Severus
an der Straße Heidenheim-Regensburg
Nachbildung - Kösching - Landkreis Eichstätt

Straßen als Rückgrat römischer Herrschaft - 2

Das ganze Limesgebiet war mit einem Netz von planmäßig angelegten Straßen mit Brücken überzogen. Von immenser Wichtigkeit waren dabei die großen Fernstraßen. Eine der bekanntesten und wichtigsten Fernstraßen, welche Rätien mit Italien verband, ist die Via Claudia Augusta. Ihren Ausgangspunkt hat die via Claudia Augusta in der Römerstadt Altino [Altinum] bei Mestre, gegenüber Venedig. Sie führte weiter über Verona nach Trient [Tridentum]; von dort im Etschtal nach Bozen an Meran vorbei, dann durch den Vinschgau [Val Venosta] zum Reschen- und durch das Inntal zum Fernpass; hierauf im Lechtal nach Füssen [Foetibus] über Epfach [Abodiacum] zur Provinzhauptstadt Augsburg [Augusta Vindelicum]; Endpunkt war - zumindest in der frühen Kaiserzeit - das Kastell Submuntorium-Burghöfe bei Mertingen im Landkreis Donau-Ries. Ihre Länge betrug 350 römische Meilen, dies entspricht einer Strecke von etwa 517 km.

Die Kastelle und größeren Zivilsiedlungen konnten auf zahlreichen Landstraßen und Ortsverbindungen erreicht werden.

Die Straßen, die oft schnurgerade verliefen, stellten herausragende Ingenieur- und Bauleistungen der Römer dar, die regelmäßig instand gehalten wurden. Truppen mussten schnell bewegt, die Kastelle am Limes mit Proviant und Nachschub versorgt sowie Nachrichten im Kurierdienst schnell übermittelt werden.

Die Straßen, die zunächst nach militärischen Gesichtspunkten angelegt worden waren, wurden zunehmend auch für zivile Zwecke genutzt. Die gut ausgebauten Verkehrswege von ca. 90 000 km Länge brachten zudem erhebliche Erleichterungen für den Personenverkehr, den Warentransport und die Verwaltung. Dies führte bald zu einem Aufblühen von Wirtschaft und Handel.

Entlang der Überlandstraßen gab es Rasthäuser, Herbergen und Straßenstationen. Hier konnten sich die Reisenden erholen, die Pferde wechseln oder ihre Wagen reparieren lassen. Die Fundamente der Gebäude einer einstigen römischen Straßenstation können in der Gemeinde Friesenheim/Baden besichtigt werden.

Ähnlich den heutigen Wegweisern waren in unregelmäßigen Abständen Meilensteine [Bild oben] mit Richtungs- und Entfernungsangaben aufgestellt.

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