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Limestour: Limesanlagen - Alenkastelle


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Reitersoldat

© Bild: B. Efinger

Römischer Reitersoldat
Siegesdenkmal von Adamklissi/Rumänien
Anfang 2. Jh. n. Chr. - Limesmuseum in Aalen

4. Alenkastelle - (Reiterkastelle) mit bis zu 1000 Mann Besatzung

Reiterei

Neben den gemischten Verbänden gab es reine Reitereinheiten, die Alen.

Die Reiterei war die ranghöchste Truppe der Auxiliareinheiten. Sie wurde von einem Ritter kommandiert, der diese Stellung nach einem Militärtribunat bei der Legion durch die direkte Ernennung des Kaisers erhielt. Ihm unterstellt waren die Führer der Alenzüge [turma], die Dekurionen [decuriones], die mit den Zenturionen bei den Fußsoldaten vergleichbar sind. Zwischen ihnen und den einfachen Reitern [eques] standen noch die Unteroffiziere und Gefreiten.

Im Normalfall setzte sich eine Ala aus 16 Zügen mit jeweils 32 Kavalleristen [ala quingenaria] zusammen, eine ala milliaria dagegen aus 24 Türmen à 42 Reitern. Die Kastellgröße lag bei der "ala quingenaria" zwischen 3,1 und 4,2 ha, bei der "ala milliaria", von der es im Imperium Romanum überhaupt nur sieben Einheiten gab, zwischen 5,2 und 6 ha.

Das einzige Reiterregiment von 1000 Mann auf germanischem Boden war in Aalen stationiert: dies war die Ala II Flavia Milliaria Pia Fidelis von ca. 160 - 260 n. Chr., die stärkste und ranghöchste Einheit am rätischen Limes und bis zur Stationierung der legio III Italica in Regensburg die ranghöchste Einheit der Provinz. Ihr Kastell war mit ca. 6 ha das größte Reiterkastell nördlich der Alpen.

 


 

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