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Limestour: Limesanlagen - Kohortenkastelle


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© Bild: B. Efinger

Rundschild eines Auxiliarinfanteristen

3. Kohortenkastelle - Auxiliareinheiten

Die Hilfseinheiten, reine Verbände von Fußsoldaten, wurden wie die Legionseinheiten als Kohorten bezeichnet. Dementsprechend waren sie in Zenturien eingeteilt und standen unter dem Befehl von Zenturionen. Ein römischer Präfekt [praefectus] kommandierte die Kohorte.

Vereinzelt gab es auch größere Kohorten, mit der doppelten Sollstärke [cohors milliaria] mit einem Tribunen [tribunus] an der Spitze. Auch bei der Kohorte galt die gleiche strenge Hierarchie wie bei den Legionen.

Gliederung der Kohorten:

- cohors quingenaria pedita, reine Infanterie-Einheiten von 480 Mann. Die Kastellgröße einer solchen cohors lag bei 1,4-2,5 ha

- cohors milliaria pedita: ca. 1000 Mann zählende Einheiten von Fußsoldaten

- cohors quingenaria equitata: gemischter Verband aus Reitern und Fußsoldaten von ca. 500-800 Mann. Die Kastellgröße betrug 2,1-3,3 ha.

- cohors milliaria equitata: Mischverband aus 800 Infanteristen und 240 Reitern

Truppen am Limes:

An der 382 km langen Grenzlinie in Obergermanien waren um die Mitte des 2. Jh. n. Chr. 3 Alen und 22 Kohorten stationiert, dazu kamen noch ca. 5000 Soldaten der Numeruseinheiten. Die Gesamtstärke der Grenztruppen betrug somit ca. 18 000 Soldaten. In Obergermanien kamen mit den Legionen in Straßburg und Mainz zusätzlich noch ca.10 000 Soldaten hinzu .

Am rätischen Limes mit 166 km Länge standen 14 Kohorten und 4 Alen, darunter die einzige ala milliaria in Aalen. Dies entspricht etwa 11 000 Soldaten. Ab 170 n. Chr. wurde zusätzlich eine Legion nach Rätien verlegt, welche ihr Standlager in Regensburg [Castra Regina] errichtete.

 


 

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