Die
Hilfseinheiten, reine Verbände von Fußsoldaten, wurden
wie die Legionseinheiten als Kohorten bezeichnet.
Dementsprechend waren sie in Zenturien eingeteilt und
standen unter dem Befehl von Zenturionen. Ein
römischer Präfekt [praefectus]
kommandierte die Kohorte.
Vereinzelt gab es
auch größere Kohorten, mit der doppelten Sollstärke [cohors
milliaria] mit einem
Tribunen [tribunus] an der Spitze. Auch
bei der Kohorte galt die gleiche strenge Hierarchie
wie bei den Legionen.
Gliederung der Kohorten:
-
cohors quingenaria pedita,
reine Infanterie-Einheiten von 480 Mann. Die
Kastellgröße einer solchen cohors lag bei 1,4-2,5 ha
-
cohors milliaria pedita: ca. 1000 Mann zählende Einheiten
von Fußsoldaten
- cohors quingenaria equitata: gemischter Verband aus Reitern und
Fußsoldaten von ca.
500-800 Mann. Die Kastellgröße betrug 2,1-3,3 ha.
- cohors milliaria equitata:
Mischverband aus 800 Infanteristen und 240
Reitern
Truppen am
Limes:
An der 382
km langen Grenzlinie in Obergermanien waren um die
Mitte des 2. Jh. n. Chr. 3 Alen und 22 Kohorten
stationiert, dazu kamen noch ca. 5000 Soldaten der
Numeruseinheiten. Die Gesamtstärke der
Grenztruppen betrug somit ca. 18 000 Soldaten. In
Obergermanien kamen mit den Legionen in Straßburg und
Mainz zusätzlich noch ca.10 000 Soldaten hinzu .
Am
rätischen Limes mit 166 km Länge standen 14 Kohorten
und 4 Alen, darunter die einzige ala milliaria in
Aalen. Dies entspricht etwa 11 000 Soldaten. Ab 170 n.
Chr. wurde zusätzlich eine Legion nach
Rätien verlegt,
welche ihr Standlager in
Regensburg [Castra
Regina] errichtete.