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Limestour: Limesanlagen - Kohortenkastelle


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Auxiliarsoldat

© Bild: B. Efinger/Limeskastell Saalburg

Fußsoldat der Hilfstruppen

3. Kohortenkastelle - Auxiliareinheiten

Die Ausrüstung der Auxiliarsoldaten veränderte sich im Verlauf des 1. und 2. Jh. n. Chr. mehrfach.

Bereits im 1. Jh. n. Chr. waren die Fußsoldaten der Hilfstruppen mit der "Spatha", einem Langschwert bewaffnet. Mit einer Länge von ca. 60-95 cm bot die "Spatha" deutliche Vorteile gegenüber dem kürzeren Schwert [gladius] der Legionäre.

Die "Spatha" war ein zweischneidiges Hiebschwert, das auch für Stöße verwendet werden konnte. Am Gürtel hatte der Auxiliarsoldat zusätzlich einen Dolch [pugio] befestigt. Die Klinge des Dolches war 4-7 cm breit und besaß eine Länge von 18-25 cm.

Ebenfalls als Angriffswaffe diente die Lanze [hasta, lancea], deren Spitze unterschiedliche Formen annehmen konnte. Am Ende war sie immer mit einem Lanzenschuh abgeschlossen.

Der mit kräftigen Spangen zum Schutz gegen Schwerthiebe versehene Helm [galea] mit Stirn- und weit ausladendem Nackenschutz gehörte zur Defensivbewaffnung.

Zusätzlichen Schutz boten die ovalen und mit Leder bespannten Schilde [parma], welche in der Mitte durch einen eisernen Beschlag [umbo] zusätzlch gefestigt wurde.

Sowohl die Reiterei als auch die Fußtruppen trugen ein Ketten- [lorica hamata] oder Schienenpanzerhemd, darunter eine hemdartige Tunika und eine lederne enganliegende Kniebundhose [feminalia] sowie Soldatenschuhe aus geschlitztem Leder mit genagelten Sohlen [perones]. Gegen die Kälte diente ein wollener Überwurf [sagum], der von einer kräftigen Bügelfibel auf der rechten Schulter gehalten wurde und ein Halstuch [focale].

Wie die Legionäre trugen die Hilfssoldaten an einer Stange Marschgepäck von etwa 20 kg Gewicht wie Essgeschirr, Nahrungsmittel und Handwerkszeug.
 

 


 

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