Die Ausrüstung
der Auxiliarsoldaten veränderte sich im Verlauf des 1.
und 2. Jh. n. Chr. mehrfach.
Bereits im 1. Jh. n. Chr. waren die Fußsoldaten
der Hilfstruppen mit der "
Spatha",
einem Langschwert bewaffnet. Mit einer Länge von ca.
60-95 cm bot
die "Spatha"
deutliche Vorteile gegenüber dem kürzeren Schwert [gladius]
der Legionäre.
Die "Spatha"
war ein zweischneidiges Hiebschwert, das auch für
Stöße verwendet werden konnte. Am Gürtel hatte der
Auxiliarsoldat zusätzlich einen Dolch [pugio]
befestigt. Die Klinge des Dolches war 4-7 cm breit und
besaß eine Länge von 18-25 cm.
Ebenfalls als
Angriffswaffe diente die Lanze [hasta,
lancea], deren
Spitze unterschiedliche Formen annehmen konnte. Am
Ende war sie immer mit einem Lanzenschuh
abgeschlossen.
Der mit kräftigen
Spangen zum Schutz gegen Schwerthiebe versehene Helm [galea]
mit Stirn- und weit ausladendem Nackenschutz gehörte
zur Defensivbewaffnung.
Zusätzlichen
Schutz boten die ovalen und mit Leder bespannten
Schilde [parma],
welche in der Mitte durch einen eisernen Beschlag [umbo]
zusätzlch gefestigt wurde.
Sowohl die
Reiterei als auch die Fußtruppen trugen
ein Ketten- [lorica
hamata] oder
Schienenpanzerhemd, darunter eine hemdartige Tunika
und eine lederne enganliegende Kniebundhose [feminalia] sowie Soldatenschuhe aus geschlitztem
Leder mit genagelten Sohlen [perones]. Gegen die Kälte diente
ein wollener Überwurf [sagum], der von
einer kräftigen Bügelfibel
auf der rechten Schulter gehalten wurde und ein
Halstuch [focale].