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Stabsgebäude - Principia
2. Numeruskastelle mit etwa 150
Mann Besatzung
Das
Fahnenheiligtum, durch die Giebelkonstruktion und den
halbrunden Abschluss hervorgehoben, bildete den
Mittelpunkt des Kommandanturbaus,
Caesareum,
Capitolium oder
Aedes genannt
(1). Neben den
Kriegsstandarten der hier stationierten Truppe
enthielt das Heiligtum ein Standbild oder ein Bildnis des
jeweils regierenden Kaisers.
Unter diesem Raum befand sich, behütet in einem
kleinen Keller, die Kriegskasse.
Ehrenwachen zogen
tagsüber auf, an Feiertagen vollzog die hier
stationierte Einheit die offiziellen Kulthandlungen in
der Querhalle vor dem Fahnenheiligtum.
Von der
Kommandantur [principia] aus wurde das Leben im
Kastell organisiert und verwaltet. Hier wurden die
Befehle für militärische Aktionen und
Abkommandierungen erteilt. Hier wurden
die offiziellen Dokumente und Akten archiviert, hier
befand sich die schon erwähnte Kriegskasse. Außerdem
befanden sich hier die Waffenkammern [armamentaria]. In dem von
Säulen umgebenen Vorhof und der großen Querhalle
fanden offizielle Empfänge und Ehrungen statt.
Diese
Stabsgebäude wurden - wie die Lager und Kastelle - im
gesamten römischen Reich nach einem einheitlichen
Schema errichtet. Die Kommandantur gruppierte sich um
einen Innenhof mit Säulengang. Der Besucher, der von der
Hauptlagerstraße, der
Via praetoria kam, betrat
zunächst einen hohen Saal, der als
Exerzierraum und als Versammlungsplatz diente
(4).
Nach Durchschreiten dieser Halle gelangte er in den
Innenhof, der links und rechts von Büroräumen und
Waffenkammern gesäumt wurde
(3). Blickte er geradeaus auf den
rückwärtigen Gebäudetrakt, so sah er mehrere kleinere
Räume, die als Unterrichts- und Besprechungszimmer [scholae] für
Offiziere und Unteroffiziere dienten
(2).
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