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Limestour: Limesanlagen - Numeruskastelle


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Rekonstruktionszeichnung desNumeruskastells Feldberg/Taunus

Computerrekonstruktion des Numeruskastells
Feldberg/Taunus

Erstellt im Auftrag des Umlandverbandes Frankfurt von:
© Huther & Karawassilis Bauplan GmbH, Rödermark
Wissenschaftliche Beratung: Saalburgmuseum

2. Numeruskastelle mit etwa 150 Mann Besatzung

Als "Numeri" wurden kleinere Aufklärungs- und Beobachtungseinheiten mit ca. 130 bis 150 Mann bezeichnet, die aus 4 Zenturien von jeweils 30 Mann und Unterführern, den Zenturionen und Principales, bestanden. Ihre Aufgabe bestand in der Entlastung des Wachtdienstes der Alen und Kohorten, vor allem in den schwer zugänglichen Waldgebieten des Odenwald und Taunus.

Der Kommandant einer Numeruseinheit war ein abkommandierter Zenturio einer Legion [praepositus numeri].

Die "Numeri" blieben im Gegensatz zu den Alen und Kohorten immer in der gleichen Provinz stationiert. Ständig wurden sie auch an der gleichen Stelle eingesetzt, weil sie, um ihre Aufgabe erfüllen zu können, eng mit der jeweiligen Gegend vertraut sein mussten. Die Numerussoldaten - meistens Stammesmitglieder einer bestimmten Völkerschaft - waren "peregrini" (Fremde) ohne römisches Bürgerrecht und standen unterhalb der Soldaten von Alen- und Kohorten. Erst gegen Ende des 2. und im 3. Jh. n. Chr. erhielten Sie nach und nach das römische Bürgerrecht.

Die Numeruskastelle, deren Aussehen uns neuere Ausgrabungen im Odenwald gezeigt haben, besaßen eine Größe von 0,6 bis 1,0 ha. In den späteren Epochen des Limes gab es gelegentlich größere Numeruskastelle wie Niederbieber.

Jeweils zwei Kasernen mit 9 Zeltgenossenschaften fassten rechts und links das in der Mitte des Lagers befindliche Stabsgebäude [principia] ein. Speicher, Ställe und Schuppen befanden sich im vorderen Teil des Kastells.

Wie die größeren Kastelle und Legionslager besaßen die Numeruskastelle 4 Tore. In den beiden längeren Seiten der rechteckigen Umwehrung befanden sich die beiden Seitentore "Porta principalis dextra" [rechtes Seitentor] und "Porta principalis sinistra" [linkes Seitentor]. Verbunden waren diese Tore durch eine Querstraße, welche an der Front des des Stabsgebäudes in der Mitte des Lagers vorbeiführte. Deshalb wurde diese Straße "Via principalis" genannt.

 Im rechten Winkel zur "Via principalis" ging vom Eingang des Stabsgebäudes eine weitere Straße aus, die "Via praetoria". Sie führte zum Haupttor, das "Porta praetoria" genannt wurde. Das Tor auf der gegenüberliegenden Seite hieß "Porta decumana".
 

 


 

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