Limesanlagen 13 | 14 | 15

   
 
Limestour: Limesanlagen - Kleinkastelle


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Rekonstruktionszeichnung des Kleinkastells Burgus bei Burgsalach

Rekonstruktionszeichnung des Kleinkastells
Burgus bei Burgsalach

1. Kleinst- und Kleinkastelle 1 | 2

Neben den Kohortenkastellen mit etwa 500 Mann Besatzung, gab es noch die Kleinkastelle. Dieses war in der Regel mit einer Zenturie [etwa 80 - 100 Mann] besetzt.. Wie die Kleinstkastelle befanden sie sich in unmittelbarer Nähe zum Grenzwall, während die Kohortenkastelle meist etwas zurückversetzt waren.

Eine Besonderheit am rätischen Limes stellt das Kleinkastell "Burgus" bei Burgsalach wegen des halbkreisförmigen Vorhofes dar. Diese Bauwerksart ist einmalig am gesamten obergermanisch - rätischen Limes. In vergleichbarer Form ist diese nur noch in Nordafrika zu finden. Dort werden solche Kleinkastelle in Inschriften als "centenaria" bezeichnet, das heißt eine Unterkunft für eine Hundertschaft.

Die Kleinkastelle besaßen eine Größe von etwa 0,2 ha. Im Inneren befand sich eine Mannschaftsbaracke. Im Unterschied zum Kleinstkastell besaßen sie zwei Tore. Die Kantenlängen reichten von 20 x 20 m bis 40 x 60 m. Die Besatzung von derartigen Kleinkastellen unterstanden wohl dem nächstgelegenen Kohortenkastell und seinem Kommandanten. Ihre Aufgabe bestand darin, Lücken in der Grenzüberwachung zwischen den größeren Kastellen zu schließen. Von den Kleinkastellen aus wurden die Limesübergänge überwacht, die Wachtturmbesatzungen ausgewechselt und die Grenzstreifen eingesetzt. In friedlichen Zeiten hieß dies Personen- und Warenkontrolle, in kriegerischen Zeiten wurden hier Verstärkungen zusammengezogen.
 

 


 

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