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Bild: Limesmuseum Aalen/B. Efinger
Limesdurchgang
Zinnfiguren-Diorama im
Limesmuseum Aalen
Feldwachen und Limesdurchgänge
Am
Obergermanisch-Rätischen Limes fanden sich
in unmittelbarer
Nachbarschaft zu
Türmen Überreste von Gebäuden, die
schwer zu deuten waren. Diese wurden allgemein als
"Feldwachen" bezeichnet. Heute nimmt man an, dass hier
Posten stationiert waren, die den Warenverkehr und den Handel an
den Durchlässen kontrollierten; der Limes war also
keinesfalls
eine
abgeschottete Grenze.
Neben ca. 100
Kastellen besaß der Limes noch einmal so viele
Feldwachen und etwa 900 Wachttürme. Die Feldwache
unterscheidet sich vom Turm durch den größeren
Grundriss, ansonsten kann man über deren Aussehen nur
Vermutungen anstellen.
Eine solche
Feldwache [WP 12/81] mit Limesdurchgang fand sich auch
am Rätischen Limes bei Dalkingen.
Anfang des
3. Jh. n. Chr. wurde dann anstelle der Wachunterkunft
eine Toranlage mit einer prächtigen Schaufassade
zu Ehren des
Kaisers Caracalla
errichtet,
deren Aussehen einem Triumphbogen glich. Vor der
Fassade wurden über 50 Fragmente einer
überlebensgroßen Statue aus Bronze gefunden, die wohl
über dem Eingang stand.
Dieser
Limesdurchgang in Form eines triumphbogenartigen Tores,
das ausgegraben und konserviert wurde,
ist einmalig am gesamten Limes.
Möglicherweise begann hier 213 n. Chr.
Caracallas
Feldzug gegen die
Alamannen.
Bei Ausgrabungen in
1970er Jahren wurde hier eine Panzerstatue dieses
Kaisers gefunden.
Am Rätischen
Limes wurde die
Mauer an bedeutenden Fernstraßen nach
Germanien hinein unterbrochen, am Obergermanischen
Limes finden sich die Durchgänge als Unterbrechung von
Wall und Graben.
Eine weitere
Feldwache am
Streckenabschnitt 12 des Rätischen Limes
ist der so genannte Wachtposten 12/13 mit einer Größe
von 10,5 X 10,5 Metern.
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