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Limestour: Limesanlagen - Steintürme


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Obergermanischer Limes - letzte Ausbauphase

© Bildquelle: Dr. D. Wolf
Museum Butzbach

Obergermanischer Limes - letzte Ausbauphase
Zeichnung: Dr. Dieter Wolf,
Museum Butzbach


Besuch in einem Wachtturm

Unternehmen wir eine Zeitreise, versetzen uns in die Zeit der Besetzung durch die Römer zurück und statten einem römischen Wachtposten in der Wetterau einen Besuch ab!

Unser Ausgangspunkt ist das große Kastell Hunneburg, eines der wichtigsten Kastelle der Wetterau, das einen wichtigen Grenzübergang und eine bedeutende Verkehrsverbindung kontrollierte. Etwa 700 m sind es durch das Lagerdorf bis zur Grenze. Dann führt uns der Weg entlang des Postenweges hinter der Palisade, dem Graben und dem Limeswall bergauf zu unserem Ziel, dem Wachtposten 33 der Strecke 4 nach heutiger Zählung. Unterwegs begegnen wir etlichen Soldaten zu Pferd, die hier auf Patrouille sind und die Grenzlinie kontrollieren.

Bald sind wir oben am Schrenzer. Schon von weitem sehen wir den imposanten römischen Steinwachtturm mit der weißen Fassade und den roten Fugen. Als wir uns dem Turm nähern, erblicken wir auch schon zwei römische Hilfssoldaten in ihrer schmucken Waffenrüstung mit Wurfspießen und Schilden. Während der eine von ihnen außerhalb des Turmes auf und ab geht, steht der andere auf der Galerie aus Holz. Drei weitere Soldaten sind mit gerade mit Reparaturarbeiten am Turm beschäftigt.

Vom Kommandanten des Kastells haben wir die Erlaubnis, den Turm zu betreten. Der quadratische Turm mit der Seitenlänge von
6,70 m ist relativ hoch. Erst über eine Leiter gelangen wir in die erste Etage des Turmes, da die Wachttürme aus Gründen der Sicherheit keinen ebenerdigen Eingang besitzen, Uns beeindrucken die ca. 80 cm dicken Mauern. Wir befinden uns nun im Aufenthaltsraum der Wachmannschaft, die aus 8 Auxiliarsoldaten besteht.

Zwei Soldaten sind hier gerade damit beschäftigt, auf einem Herd aus rohen Steinen, der sich in einer Ecke befindet, in ihren Töpfen einen Hirsebrei zuzubereiten. Einige Essnäpfe mit Löffeln aus Bronze und Reibschalen stehen umher, in welchen die Hirse zu mehlartigem Pulver zerrieben wurde, bevor sie in die Kochtöpfe gegeben wurde.

 

 


 

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