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Obergermanischer Limes - Arnsburg - Pohlheim


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Limesverlauf: Lich [Kleinkastell] - Pohlheim

Limesverlauf: Lich [Kleinkastell] - Pohlheim

© Bildquelle: Die Römer in Hessen", 1989,
D. Baatz & F.-R. Herrmann

Streckenabschnitt 4 - Hungen-Inheiden - Lang-Göns

Nördliche Wetteraustrecke - Landkreis Gießen

Limesverlauf: Lich [Kleinkastell] - Pohlheim

Nach dem vermuteten Kleinkastell und Grenzübergang nördlich des Limeskastells Arnsburg wird der Limeswall deutlicher. Das Fundament des Steinturms WP 4/56 am Kolnhäuser Kopf ist sichtbar. In 30 m Entfernung nördlich davon liegt der zerwühlte Holzturmhügel.

Zwischen dieser Turmstelle und dem unscheinbaren WP 4/55 zieht der Limes in hervorragender Erhaltung durch den Wald. WP 4/53 Markwald Ost liegt 200 m östlich der Autobahn A 5 auf Pohlheimer Gemeindegebiet am gut erhaltenen Pfahlgraben. Bei Ausgrabungen wurden fünf Bauten des Grenzwalls aufgedeckt: Reste von vier Holztürmen und einem Steinturm. Weiter gut erhalten läuft der Pfahlgraben in Richtung Autobahn. Auch nach der Autobahn, die man am besten durch die Unterführung 200 m südlich überquert, ist der Grenzwall in guter Erhaltung.

Bei WP 4/52 Markwald West sieht man drei durch alte Ausgrabungen zerwühlte Turmstellen. Die Gruppe besteht aus zwei Holzturmstellen im Westen und in der Mitte, die östliche Stelle ist ein Steinturmhügel. Der westliche Holzturm besaß nur einen Ringgraben, die anderen dagegen zwei.

Der Pfahlgraben ist im Wald deutlich. Fast bis zur Landstraße L 3132 Grüningen in Richtung Watzenborn-Steinberg wird er aus eine Länge von gut 1200 m durch einen Feldweg markiert.

In der Nähe des Limeshofes 200 m östlich der genannten Landstraße erreichte der Pfahlgraben den nördlichsten Punkt des Limes in der Wetterau. Dort lag das  Kleinkastell Hainhaus, ein Steinkastell mit 0,3 ha Fläche, das  einer Centurie von 60—80 Mann Platz bot. Von dem kleinen Kastell WP 4/50 ist nichts erhalten geblieben. Es wurde fast vollständig vom Limeshof überbaut.

Das Gebiet um Grüningen gehörte zur Civitas Taunensium mit dem Hauptort Nida.
Grüningen liegt in einem etwa 2 km breiten Streifen hinter dem Limes, in dem offensichtlich keine zivile Bebauung vorgenommen werden durfte. Die nächsten für die Versorgung der römischen Truppen erforderlichen Gutshöfe liegen in Eberstadt-Oberhörgern und Gambach.

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