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Limestour: Wort- und Sacherklärungen


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Germanicus

Caius Iulis Caesar Germanicus, 15 v. Chr. bis 19 n. Chr. war ein Sohn des Drusus [Bruder des Tiberius, Stiefsohn des Augustus; starb durch einen Sturz vom Pferd]. Germanicus wurde von Tiberius adoptiert. Er war verheiratet mit Agrippina der Älteren. Neun Kinder stammen aus dieser Ehe, u. a. Caligula und Agrippina die Jüngere, die Mutter Neros. Germanicus war ein erfolgreicher Feldherr, besonders in Germanien. Um die Niederlage des Varus zu rächen und die Germanen einzuschüchtern, unternahm er 15 und 16 n. Chr. Vorstöße nach Germanien. Er erreichte das Schlachtfeld im "Teutoburger Wald", wo er die Gebeine der gefallenen Römer sammeln und bestatten ließ. Arminus stellte er sogar zum Kampf und besiegte ihn in einer zweiten offenen Feldschlacht bei Idistaviso und am Angrivarierwall, vermochte aber letztendlich keine Entscheidung erzwingen. Im Jahre 16 wurde Germanicus schließlich in den Osten des Reiches abberufen, wo er 19 n. Chr. erkrankt und in dem Wahn stirbt, von Piso vergiftet worden zu sein.

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"Hohe Strasse"

Die Hohe Strasse, eine wohl Jahrtausende alte Fernverbindung aus dem Rhein-Main-Gebiet nach Thüringen-Sachsen, verläuft durch Marköbel und zieht östlich von Langen-Bergheim als Reffenstrasse und später als Antsanvia durch den Vogelsberg weiter. Bereits die Römer nutzten die Strasse für den Transport der jenseits des Limes in Büdingen gebrochenen Sandsteine für den Bau des Kastells. Um das Jahr 900 sollen Händler aus Kiew auf dieser Strasse nach Frankfurt gereist sein. Die Hohe Strasse diente als Händler- und Truppenstrasse bis zum Ausbau der Kinzigtalstrasse Mitte des 18. Jahrhunderts. Ein Chronist des 19. Jahrhunderts schreibt wehmütig: "In den vierziger Jahren unseres Jahrhunderts gaben noch die großen verlassenen Wirtshäuser in Marköbel Zeugnis von dem früher lebhaften Verkehr." Ein ausgeprägter Hohlweg in Marköbel ist noch heute Zeuge der historischen Straßenverbindung.

Quelle: Die Geschichte von Hammersbach

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