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Drusus,
Nero Claudius, 14. 1. 38 - 14. 9. 9 v. Chr.
Römischer
Feldherr. Drusus war der jüngste Sohn des Tiberius
Claudius Nero und der Livia Drusilla, durch deren
zweite Ehe er ein Stiefsohn des Kaisers Augustus
wurde. Er war ein jüngerer Bruder des
Tiberius,
mit dem er in den Jahren 15-13
Rätien unterwarf. Als
Statthalter der gallischen Provinzen und
Oberbefehlshaber an der Rheingrenze eröffnete er im
Frühjahr 12 die Reihe der Feldzüge - insgesamt vier - zur Eroberung Germaniens, ließ einen nach ihm
benannten Kanal zwischen Rhein und Zuidersee bauen und
stieß im folgenden Jahr bis an die Weser vor. Erstmals
gelangte unter ihm im Jahre 9 v. Chr. ein römisches
Heer an die Elbe. Auf dem Rückweg verunglückte Drusus
zwischen Saale und Rhein tödlich durch einen Sturz vom
Pferd. Nach dem Tode erhielt er den Beinamen
Germanicus, der in seiner Familie erblich wurde.
Drususeiche:
Naturdenkmal [Eiche] unbekannten Alters am
vorzüglich erhaltenen Abschnitt
des Limes von
Marköbel am Rande des
Langen-Bergheimer Oberwaldes bis nach
Limeshain-Rommelhausen.
Es ist nicht belegt, dass Drusus jemals den östlichen Teil der
Wetterau besuchte. Wie und wann die Drususeiche zu
ihrem Namen kam, ist ungewiss. Allerdings weiß man, dass sie schon zur Zeit der Erforschung dieses
Limesabschnittes durch die Reichs-Limeskommission im
Jahr 1900/02 diesen Namen trug.
Drususstein/Eichelstein:
von römischen Soldaten im ersten Jahrhundert n. Chr.
als Ehrenmal für Drusus errichtet. Das Leergrab
besteht aus einem kubischen Sockel mit zylindrischen
Oberbau und ursprünglich kegelförmigen Dach. Bei
seiner Erbauung muss das Ehrenmal mit Quadern umgeben
gewesen sein. Es war 25 Meter hoch. Es wurde bis zum
Ende der Römerzeit von den Soldaten gepflegt und
verehrt. Der Drususstein ist in der heutigen Mainzer
Zitadelle zu finden.
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