|
Cäsar - (Caius
Iulius C.) - 13.07.100 - 15.03.44 v. Chr.
Gaius Julius Cäsar
wurde am 13.Juli 100 vor Christus in Rom geboren. Er
stammt aus einer alten patrizischen Familie, die in
Iulus, dem Sohn des Äneas, ihren Stammvater und in
Venus ihre Stammmutter verehrte. 84 heiratete Cäsar
Cornelia, die Tochter seines engsten Parteigängers
Cinna.
Von 81 bis 79 leistete er Kriegsdienst in
Kleinasien. Hier zeichnete er sich durch Tapferkeit
aus, so dass ihm die Bürgerkrone [corona civica]
verliehen wurde. Von 82 bis 81 zählte er, weil Marius
sein Onkel war, unter die von Sulla Geächteten. Später
wurde er jedoch begnadigt.
Nach Sullas Tod im Jahre 78 kehrte Cäsar zurück und
trat in Rom als Redner vor Gericht auf. Von 76 bis 73
studierte er in Rhodos bei dem berühmten Redner Molon.
63, in Ciceros Konsulatsjahr, wurde Cäsar Pontifex
Maximus [oberster Priester, der z.B. für den
Festkalender zuständig war]. Im Senat nahm Cäsar
Stellung gegen die Hinrichtung der Catilinarier. 61
wurde Cäsar zum Proprätor von Hispania ulterior
[Südspanien] berufen. 60 schloss er mit Pompeius und
Crassus das 1. Triumvirat. Im Jahre 59 setzte er als
Konsul gegen den Senat mehrere Ackergesetze und die
Festigung des Triumvirats durch.
Von 58 bis 51 unterwarf er als Prokonsul der "provincia
Narbonensis" [Provence] und Illyricum das übrige
Gallien. Er überschritt den Rhein und setzte 55 und 54
nach Britannien über.
Die
Auseinandersetzung um Cäsars Bewerbung um ein weiters
Konsulat führte 49 zum Bürgerkrieg. Cäsar überschritt
den Rubikon, den Grenzfluss zwischen Gallia Cisalpina
und Italien, um seinen Machtanspruch durchzusetzen. 48
siegte er in der Schlacht von Pharsalos über
Pompeius.
Im ägyptischen Thronstreit stellte sich Cäsar auf die
Seite von Kleopatra und konnte so seine Macht auch im
Osten festigen. Den Widerstand der Anhänger des
Pompeius brach er mit den Siegen bei Thapsus [46] und
Munda [45]. Cäsar ging die Neuordnung des Reiches mit
solcher Energie und Weitsicht an, dass ihn der Senat
im Februar 44 zum Diktator auf Lebenszeit ernannte.
Diese ungeheure Machtfülle, die als Vorstufe eines
künftigen Königtums angesehen wurde, rief jedoch seine Gegner
auf den Plan.
An den Iden des März 44 wurde Cäsar von
Senatsmitgliedern unter Führung von Brutus und Cassius
in Rom ermordet.
Links:
Chatten
Die Chatten waren ein
germanischer Volksstamm, der im Bereich der
Oberläufe der Flüsse Weser, Eder, Fulda und Werra
ansässig war. Dies entspricht in großen Teilen dem
heutigen Nord- und Mittelhessen.
Ausläufer ihres
Siedlungsgebietes reichten bis zum Rhein, wo sie im
1. Jh. n. Chr. mehrfach Konflikte mit den Römern
austrugen [Chattenkriege]. Die Chatten wurden später
Teil der Franken und zu Beginn des 6. Jahrhunderts
in das Königreich von Chlodwig I. integriert.
Cherusker
Die Cherusker waren ein
germanischer Volksstamm [lateinisch Cherusci].
Ansässig war der Stamm zwischen Harz, Weser und Elbe
und wurde 53 v. Chr. erstmals erwähnt. Zwischen 12
v. Chr. und 4 n. Chr. wurden die Cherusker von den
Römern unterworfen. Wenig später jedoch erhoben sie
sich unter der Führung des Arminius gegen die römische
Herrschaft. Durch ihren Sieg über die Römer unter
Varus in der Schlacht im Teutoburger Wald 9 n. Chr.
gewannen sie ihre Unabhängigkeit zurück. Nach dem Tod
des Arminius 19 n. Chr. verloren die Cherusker
zunehmend an Bedeutung. Schließlich wurden sie von den
Chatten unterworfen und gingen später wahrscheinlich
im Stammesverband der Sachsen auf.
Links:
|