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Rekonstruktion eines steinernen Wachtturms
auf dem
Gaulskopf
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Bildquelle:
Dieses Bild stellte die 4. Vindelikerkohorte
Groß-Grotzenburg COH IIII VIND
zur Verfügung
Streckenabschnitt
4 - Butzbach - Kapersburg
Westliche Wetteraustrecke - Wetteraukreis
Wachtposten 4/16 auf dem Gaulskopf
Auf dem Gaulskopf,
einer 400 m hohen Erhebung im nordöstlichen Taunus,
wurde die ein ungewöhnlich großes und besonders
kräftig ausgeführtes
Turmfundament, das mit Strebepfeilern versehen war, gefunden. Hier
stand offensichtlich ein Signalturm von
beträchtlicher Höhe,
der wahrscheinlich mit dem 6,5 km entfernten
Signalturm auf dem Johannisberg in Bad Nauheim
Sichtverbindung hatte, der wiederum mit dem Limeskastell
in Friedberg in Verbindung stand.
Vom Gaulskopf hat
man eine vorzügliche Fernsicht auf die nördliche
Wetterau, den Limes entlang nach Nordosten als auch
den Taunuskamm hinauf nach Südosten. Feuer- und Rauchzeichen werden wohl damals als Signale zur
Weitergabe von Nachrichten eingesetzt worden sein.
1926 wurde neben der Ruine des Turms eine
Rekonstruktion errichtet, die an die Steintürme am
Odenwaldlimes erinnert. Allerdings war der antike Turm weiß verputzt,
besaß rote Fugen und dürfte sogar noch etwas höher
gewesen sein. Ein Holzturm befand sich nicht auf dem
Gaulskopf, weil die ältere Limeslinie weiter östlich
verlief. Die beiden Holzturmstellen von
WP 4/17* liegen etwa
250 m hinter dem Pfahl.
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