Butzbach 14 | Obermörlen-Langenhain | 2

   
 
Obergermanischer Limes - Butzbach - Kapersburg


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Das Kohortenkastell Obermörlen-Langenhain

© Bildquelle: Die Römer in Hessen", 1989,
D. Baatz & F.-R. Herrmann

Streckenabschnitt 4 - Butzbach - Kapersburg

Westliche Wetteraustrecke - Wetteraukreis 

Das Kohortenkastell Obermörlen-Langenhain

Unmittelbar östlich von Langenhain liegen die Reste eines 3,2 ha großen Kohortenkastells unter Äckern. Heute ist davon nichts mehr zu sehen. Schon lange fanden die Bewohner von Langenhain hier Mauerreste, römische Gefäße und Münzen. Seit dem Mittelalter diente die Kastellruine wie so manch andere als bequemer Steinbruch. Für den Bau der gotischen Dorfkirche haben die Bewohner Bausteine aus dem Kastell geholt. Ein Stein mit Inschrift der XXII. Legion ist sogar unten an der Südostecke der Kirche verbaut worden.

Das Kastell dürfte unter Kaiser Trajan [98 bis 117 n. Chr.] erbaut worden sein und hat sicherlich bis zum Ende des Limes 260 n. Chr. bestanden. In der Umgebung, muss es ein Kastelldorf gegeben haben, von dem aber nur ein Bauwerk [B] bekannt ist.

Auf beherrschender Höhe über dem Usatal gelegen, bildete das Kastell den südwestlichen Eckpfeiler des Limes in der Wetterau. Hier durchbricht die Usa in einem steil eingeschnittenen Tal den Taunus. Alte Wege über das Usinger Becken zum Lahntal hinüber in den Raum um Weilburg und in das Limburger Becken sind wahrscheinlich schon in römischer Zeit vorhanden gewesen. Sie haben die Gründung eines der bedeutenderen Kastelle der Wetteraulinie an dieser Stelle erforderlich gemacht.


 

 


 

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