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© Bild:
B. Efinger
Jagsthausen -
Bauinschrift aus dem Kastellbad [244 - 247 n. Chr.]
Die bis
heute jüngste, inschriftlich datierte Baumaßnahme am
Limes vermeldet die Renovierung des kleineren Bades
beim Kastell Jagsthausen 244-247 n. Chr.
Bereits im Jahr 1886
wurde das kleinere
Bad ausgegraben. Obwohl es nur 31 m
lang und damit deutlich kleiner als das größere
Kastellbad war, glich es diesem in Form und
Ausrichtung. Auf einer Inschriftenplatte, die bereits
1790 "in den Äckern westlich des Ortes" gefunden
wurde, aber sehr wahrscheinlich aus dieser Badruine
stammte, wird der Bau ebenfalls als Bad [balineum] der Cohors I Germanorum
bezeichnet.
In
den Jahren zwischen 244 - 247 n. Chr. wurde es
unter Kaiser Philippus Arabs erneuert. Diese Maßnahme
beweist, dass hier in Jagsthausen zehn Jahre vor dem
endgültigen Fall des Limes die öffentliche Verwaltung
noch funktioniert haben muss und auch noch
Mittel für solche aufwendigen Baumaßnahmen zur
Verfügung standen.
Die
Namen der in Ungnade gefallenen Kaiser wurde, wie
häufig üblich, nach deren Tod [249 n. Chr.] entfernt [damnatio
memoriae - Auslöschung der Erinnerung].
Obwohl bisher keine größeren Grabungen stattfanden,
zeugen die Einzelfunde von Handelsbeziehungen über den
Limes hinaus ins freie Germanien und von einem
gewissen Wohlstand der hier ansässigen Bevölkerung. So
befand sich im Lagerdorf eine große Töpferwerkstatt,
die weit über den örtlichen Bedarf produzierte.
Die
meisten Originale können im Museum der
Götzenburg
besichtigt werden, wo auch Funde aus einem römischen
Gräberfeld ausgestellt sind. Gezeigt wird hier auch
die berühmte
eiserne Hand des Götz von Berlichingen.
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