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© Bild:
B. Efinger
Pfahldöbel -
besterhaltener Abschnitt
des vorderen Limes
Der
Limeswanderweg verläuft ab Öhringen geradlinig weiter
in Richtung Norden auf der
ehemaligen Römerstraße. Dieser Teil der Strecke war
früher eine Verbindungsstraße zwischen dem
Westkastell in Öhringen
und dem Kastell Westernbach.
WP 9/32
müsste in der Gegend der heutigen Autobahnbrücke am
östlichen Rand des Maßholderbachtales gelegen haben.
Die Türme
9/31
und
9/30
sind nicht lokalisiert,
WP 9/29
und
9/28
liegen östlich des alten Hohlweges im Ackerland. Südöstlich
des Lagers Westernbach konnte
WP 9/27 im Westen des
Hohlweges nachgewiesen werden.
In der
Talmulde südlich des Waldes Pfahldöbel, 300 m östlich
der Ortsmitte von Westernbach, liegt etwa 150 m hinter
dem Limesweg das
Kastell
Westernbach.
Heute ist an der Oberfläche jedoch nichts mehr zu erkennen.
1902 fanden hier die letzten Ausgrabungen im Auftrag
der Reichslimeskommission statt. Das ca. 1 ha große
Kastell mit 117 m Länge und 88 m Breite war vermutlich
ein Numeruskastell. Umgeben war es von zwei Gräben,
die von der Lageraußenmauer durch eine breite Berme
[waagrechter Absatz einer Böschung] getrennt waren.
Trotz der
Größe besaß das Kastell nur zwei Tore. Während das
Osttor mit einer Breite von 4,3 m sich noch genau in
der Mitte der dem Grenzwall zugewandten Seite befand,
war das Westtor mit einer Breite von 6 m und zwei
Durchfahrten auffallenderweise nicht in der
Mauermitte, sondern war nach Norden verschoben.
Für
dieses Kastell konnten weder Holz- noch Steintürme nachgewiesen
werden, von den Innenbauten wurden keine Reste ermittelt. Wie Spuren,
die an der südöstlichen Ecke zu finden waren, zeigen, wurde
die Mauer hier untergraben und mit Gewalt zum Einsturz gebracht. Ein
dazugehöriges Kastellbad wird bei den südlich
entspringenden Quellen vermutet.
Bis
Pfahldöbel bezeichnet ein Feldweg den Limesverlauf
auf 400 m Länge. WP
9/26-24
fanden in den regelmäßigen Geländewellen gute
Standorte.
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